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Plauer Rene Grove engagiert sich ehrenamtlich beim DRK : Spielerisch Erste Hilfe leisten

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Kindern spielerisch Erste-Hilfe-Kenntnisse beibringen gehört zum Leben von Rene Grove. Der Plauer ist im medizinischen Bereich tätig. Gerade absolviert er das zweite Jahr seiner Ausbildung.

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erstellt am 19.Jul.2011 | 11:13 Uhr

"Soll ich dir mal zeigen, wie man den Teddy verarztet?" - Rene Grove, in rotweißem Sanitäteroutfit, kniet auf einer Wolldecke. Vor ihm liegt ein großer, brauner Plüschteddy mit blanken Knopfaugen. Mehrere Grundschüler drängen sich um ihn - näher ran traut sich keiner. "Der Teddy ist verletzt und braucht eure Hilfe", sagt Grove mit ruhiger Stimme. "Was müssen wir als erstes machen?" Die Schüchternheit der Kinder bringt den Rettungsassistenten in Ausbildung nicht aus der Ruhe. Mit Erfolg. Einer der Jungs fasst sich ein Herz und setzt sich zu ihm. "Komm, ich zeig dir mal, wie wir dem Teddy einen Verband anlegen."

Kindern spielerisch Erste-Hilfe-Kenntnisse beibringen gehört zum Leben von Rene Grove. Der Plauer ist mit Herzblut im medizinischen Bereich tätig. Gerade absolviert er das zweite Jahr seiner Ausbildung zum Rettungsassistenten. Aber nicht nur beruflich interessiert sich Grove für Medizin und Co. Auch in seiner Freizeit ist er in diesem Bereich aktiv. Denn er engagiert sich ehrenamtlich beim DRK-Katastrophenschutz. Damit gehört Grove zu einem der etwa 500 freiwilligen Helfern des DRK im Lübzer Land.

"Die Arbeit im Bereich des Sanitätszugs des Katastrophenschutzes macht mir Spaß. Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen." Rene Groves Begeisterung für das Ehrenamt ist groß: "Für mich ist es selbstverständlich, mich ehrenamtlich zu engagieren." Der gebütige Sukower entdeckte schon früh, dass er gerne anderen Menschen hilft. Bereits als Jugendlicher war er in der freiwilligen Feuerwehr aktiv. Später bei der Wasserwacht. "Und seit zwei, drei Jahren bin ich jetzt beim Katastrophenschutz", erzählt Grove stolz.

Wie wichtig der Einsatz von Freiwilligen des Katastrophenschutzes ist, zeigen zum Beispiel Massenunfälle wie jüngst auf der A 19. Dann rücken Rene Grove und seine Kollegen aus, um die Rettungsdienste und Feuerwehren vor Ort zu unterstützen. "Wir kommen bei großen Schadenslagen hinzu, wenn es die Einsatzkräfte alleine nicht mehr schaffen", sagt Grove. Aber der Katastrophenschutz engagiert sich nicht nur bei Unglücksfällen. Auch viele Großveranstaltungen können nur stattfinden, weil Grove und seine Kollegen vor Ort sind: "Wir leisten die Sänitätsabsicherung bei Festen und machen sie so sicherer."

Die Arbeit mit Kindern steht für Rene Grove - selbst Vater von zwei Jungen - im Vordergrund. Schüler spielerisch mit Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut machen oder den Nachwuchs im Katastrophenschutz ausbilden, ist sein Ding. Der Plauer bedauert aber die großen Nachwuchsprobleme: "Es gibt so viele Bereiche, die ohne das Ehrenamt nicht funktionieren würden. Leider wollen sich immer weniger Menschen ehrenamtlich engagieren." Auch hier geht Rene Grove mit gutem Beispiel voran: Seine beiden Söhne sind bereits beim DRK-Katastrophenschutz aktiv. Der Plauer weiß, dass er ohne die Unterstützung seiner Familie nur wenig Zeit für das Ehrenamt finden würde. "Ohne die Hilfe meiner Frau geht es nicht und dafür bin ich dankbar!".

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