SPD-Kandidaten bei zwei Landratswahlen vorn - CDU holt einen Posten

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13. April 2008, 09:08 Uhr

Schwerin - SPD-Kandidaten haben am Sonntag die Landratswahlen in den Kreisen Nordwestmecklenburg und Bad Doberan gewonnen. Der CDU-Vertreter setzte sich den im Internet veröffentlichten Ergebnisse zufolge in Nordvorpommern durch. In Greifswald bleibt Oberbürgermeister Arthur König (CDU) im Amt.

In Nordwestmecklenburg siegte Birgit Hesse (SPD) mit rund 65 Prozent vor Ulrich Born (CDU), der auf etwa 35 Prozent kam. Das Endergebnis verzögerte sich, weil die Zahlen aus zwei kleineren Wahlbezirken am Abend noch fehlten.

In Bad Doberan konnte Amtsinhaber Thomas Leuchert (SPD) seinen Posten mit 66 Prozent gegen die Herausforderer verteidigen. Für die Kandidatin der Linken, Birgit Schwebs, votierten 22 Prozent der etwa 102 000 Wahlberechtigten, wie das Kreiswahlbüro mitteilte. Steffen Marklein von Bündnis 90/Grüne kam auf zwölf Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 31,2 Prozent.


In Nordvorpommern gewann Ralf Drescher (CDU) mit 65,2 Prozent vor seinen Gegenkandidaten von Linkspartei (19,0) und SPD (15,8). Drescher, der bislang als Beigeordneter in der Kreisverwaltung arbeitete, tritt die Nachfolge von Wolfhard Molkentin (CDU) an, der nicht mehr kandidiert hatte.
Auf Platz zwei folgte Jochen Kwast von der Linken mit 19 Prozent der Stimmen, auf Platz drei liegt SPD-Kandidat Thomas Würdisch mit 15,8 Prozent der Stimmen. Zur Direktwahl aufgerufen waren 80 000 Wahlberechtigte, die Wahlbeteiligung lag bei 34,4 Prozent.

Gewählt wurden am Sonntag auch die Bürgermeister in acht Städten. Bei der Direktwahl in Greifswald setzte sich König mit 59,8 Prozent der Stimmen durch und muss sich daher keiner Stichwahl stellen. Auf Platz zwei kam die Kandidatin der Linken, Birgit Socher mit 18,5 Prozent der Stimmen. Es folgen Ulrich Rose von Bündnis 90/Grüne (11,0 Prozent), der SPD-Kandidat Rainer Mutke (5,7 Prozent) und der Einzelbewerber Olaf Tammert (4,9 Prozent). Aufgerufen worden waren 46 000 Wahlberechtigte, die Wahlbeteiligung lag bei 39,1 Prozent. Auch in Waren (Müritzkreis) kann Bürgermeister Günter Rhein (SPD) sein Amt sicher behalten, nachdem 75,4 Prozent der Wähler für ihn stimmten.

Insgesamt waren rund 470 000 Menschen zur Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung sowohl bei den Landrats- als auch bei den Bürgermeisterwahlen lag teils deutlich hinter der der Urnengänge vor sieben Jahren. In Waren nahmen etwa nur 39,4 Prozent der Stimmberechtigten ihr Wahlrecht wahr, nach 51,2 Prozent 2001. Verbreitet gab nicht einmal jeder dritte Wähler seine Stimme ab, wie in Nordwestmecklenburg mit 30,9 Prozent Beteiligung.

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