Sorglos in die Fluten

Die Sonne brennt. Beim Promenadenspaziergang lockt die Ostsee zur Abkühlung. Doch wohin mit Fotoapparat, Schlüsselbund, Funktelefon und den diversen Urlaubssouvenirs? Seit gestern stehen Schließfächer am Strandaufgang 3 dienstleistungsbereit. Wenn sie gut genutzt werden, könnten es bald noch mehr werden.

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13. Juni 2008, 08:37 Uhr

Warnemünde - „Strandgäste lassen ihren Rucksack mit den Wertsachen nur ungern am Strand zurück, wenn sie ins Wasser gehen“, erklärt Ronny Struck, der seit gestern Schließfächer am Strandaufgang 3 vermietet. Aus dieser eigenen Erfahrung heraus sei ihm die Idee gekommen, Schließfächer für Strandbesucher aufzustellen.

„Als ich selbst zum Baden hier war, habe ich gedacht, hier müsste es solche Fächer, wie am Bahnhof, geben“, so der 30-jährige Rostocker Filmvorführer. Die bieten zwar auch keine hundertprozentige Sicherheit, aber ein besseres Gefühl, als wenn Handy und Geldbörse einfach unter dem Handtuch versteckt liegen. Doch die Bahnhofsmodelle sind für den Betrieb am Strand nicht geeignet, denn sie brauchen Strom.

Deshalb steht nun die aus Schwimmbädern bekannte Variante an der Ostsee – einziger Unterschied: nach der Benutzung kommt die eingeworfene Münze nicht wieder heraus, denn sie ist hier kein Pfand, sondern Miete.

Marita Schröder von der Tourismuszentrale unterstützt die Geschäftsidee: „Der Gedanke ist gut, seine Wertsachen irgendwo relativ sicher zu deponieren. In dieser Saison testen wir, wie die Leute das Angebot annehmen. Wenn es gut läuft, könnten im nächsten Jahr vielleicht an mehreren Strandaufgängen solche Schließfächer stehen.“

Die eingeschlossenen Gegenstände müssen abends bis 20 Uhr wieder abgeholt werden, denn dann kommt Ronny Struck und schließt den Container ab. „Irgendwie muss ich die Fächer ja nachts vor Vandalismus schützen“, erklärt er. „Allerdings“, räumt er ein, „gucke ich vorher, ob auch alle Fächer leer sind, ansonsten warte ich auch noch einen Moment.“

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