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Besonders in Parchimer Straße in Lübz stehen viele Gebäude leer : Sorge um weiter verfallende Häuser

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In den Städten in unserer Region war und ist der Erhalt von alten Häusern vielfach davon abhängig, ob die Eigentümer für die Sanierung ihrer Immobilien Fördermittel bekommen.

In den im Gegensatz zu Dörfern nicht ganz so stark vom Einwohnerschwund betroffenen Städten in unserer Region war und ist der Erhalt von alten Häusern vielfach davon abhängig, ob die Eigentümer für die Sanierung ihrer Immobilien Fördermittel bekamen/bekommen. In Lübz erweist sich diesbezüglich zum Beispiel die Lage in der Parchimer Straße als problematisch: Bis auf die Nummer 1 befinden sich hier alle Häuser nicht im Sanierungsgebiet, so dass man für Investitionen nur unmittelbar nach der Wende Mittel aus anderen Töpfen beantragen konnte. Überdurchschnittlich viele Häuser stehen heute deshalb unter anderem in genanntem Bereich leer.

Keine Chance mehr, in Genuss hoher Förderung zu kommen

"Die Stadt wollte, dass auch die Parchimer, die Goldberger und die Bergstraße ins Sanierungsgebiet aufgenommen werden", sagt Fred-Jan Salomon, Verantwortlicher des Bereiches Bau im Amt Eldenburg Lübz. "Dies lehnte das Ministerium seinerzeit aus Kostengründen ab. Die gesamte Plauer und Kreiener Straße wurden später integriert. Die anderen haben darauf jetzt keine Chance mehr, können nicht von den Vorteilen profitieren."

Die Mittel vergeben hat die Stadt Lübz in Zusammenarbeit mit dem hier beauftragten Sanierungsträger, der EGS Schwerin. Generell habe man jeden Antrag dahingehend geprüft, ob er die in der Satzung festgelegten Inhalte und Ziele berücksichtigt. "Gerade bei einer Vollsanierung, die nicht nur ein Bauteil betrifft, haben wir das Haus in der Regel besichtigt, was bei angestrebter Herrichtung etwa nur der Außenhülle kaum nötig war/ist", so Salomon.

Was an baulicher Aktivität gerade in der Goldberger und der Parchimer Straße zu verzeichnen war, sei in der Regel aus eigener Kraft der Hauseigentümer geschehen und deshalb sehr hoch zu bewerten. "Auch die Gehwege als öffentlicher Teil wurden dort zum Beispiel nicht grundlegend erneuert, sondern im Zuge des Ausbaus des Abwassersystems nur umgepflastert", sagt der Baufachmann.

Weil noch mehr geschäftlich ausgerichtet, sei der äußerliche Verfall in der Goldberger nicht ganz so umfangreich wie in der Parchimer Straße. In letzterer dominiere bis auf eine Gaststätte das Wohnen. Die Eigentümer der dort stehenden, vielfach großen, mehretagigen Häuser seien vielfach vermutlich nicht in der Lage, sie herzurichten: "Mit jedem Monat, den die Gebäude weiter leer stehen, verschlechtert sich die Subs-tanz. Dies sehe ich mit Sorge, zumal wir als Kommune keine Mittel zur Verfügung haben, Sanierung zu unterstützen."

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erstellt am 03.Jun.2011 | 08:21 Uhr

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