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Volkshochschule Wismar geht auf den neuen Landkreis über : Sorge um Volkshochschul-Standort

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In der Münzstadt könnte es mit der kommenden Landkreisneuordnung - sobald das Landesverfassungsgericht sich nicht gegen die Reform entscheidet - zu Veränderungen kommen.

In der Münzstadt könnte es mit der kommenden Landkreisneuordnung - sobald das Landesverfassungsgericht sich nicht gegen die Reform entscheidet - zu Veränderungen kommen. Denn mit der geplanten Landkreisneuordnung, bei der die Hansestadt Wismar ihre Kreisfreiheit aufgibt und mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg eine Verwaltungsgemeinschaft eingeht und einen neuen Großkreis bildet, werden auch einige Bildungseinrichtungen auf den neuen Landkreis übergehen. Davon ist auch die Kreisvolkshochschule betroffen ist.

Derzeit gibt es die Kreisvolkshochschule Nordwestmecklenburg mit einem Standort in der jetzigen Kreisstadt Grevesmühlen und einer Außenstelle in Gadebusch. Auch die Hansestadt verfügt über eine eigene städtische Volkshochschule. "Sicher ist, dass es nach dem 4. September nur noch eine Kreisvolkshochschule geben wird", sagt Landrätin Birgit Hesse. Das regelt unter anderem auch die neue Kreisrechtssatzung, zu der den Kreistagsmitgliedern heute Abend eine Beschlussvorlage in der Kreistagssitzung vorgelegt wird. Diese soll vorläufig das Kreisrecht des neuen Landkreises regeln. Unter Artikel sieben der Satzung steht, dass "die Volkshochschulen beider Partner nach dem abgestimmten Willen der Satzungspartner spätestens mit Wirkung zum 1. Januar 2012 nur noch als einheitliche kreisliche Volkshochschule fortgeführt werden."

Wenn die Kreistagsmitglieder heute Abend der Beschlussvorlage zustimmen, soll es demnach zwei große Standorte geben: einen in Wismar und einen in Grevesmühlen. "Damit ist ein Um- oder Ausbau des Standortes Gadebusch wohl vom Tisch", sagt Hesse. Das bedauert der Leitende Verwaltungsbeamte (LVB), Andreas Lausen: "Mit der ersten Kreisgebietsreform 1994 wurde Gadebusch als ständiger Sitz der Kreisvolkshochschule festgelegt. Das hört sich für mich jetzt so an, als würde Gadebusch einmal mehr hinten runterfallen."

Bereits vor einigen Jahren wurde über die Kreisvolkshochschule Gadebusch und ihren Standort diskutiert. Damals ging es um einen Umzug ins Obergeschoss des Gadebuscher Gymnasiums. Mit diesem Thema hatten sich damals nicht nur die Stadtvertreter, sondern auch der Landkreis Nordwestmecklenburg beschäftigt. Die Kreisverwaltung hatte sogar den Umzug der Kreisvolkshochschule vorangetrieben. Das Vorhaben sei am Gegenwind aus der Schule gescheitert, wie Gadebuschs Bauamtsleiterin Rommy Elßner bestätigt.

Die Musikschulen sollen vorerst außen vorbleiben. Seit mehr als 20 Jahren besteht die Kreismusikschule "Carl Orff" in Grevesmühlen - das soll auch so bleiben, nach Aussage der Landrätin. Denn eine Zusammenlegung mit der Musikschule der Hansestadt Wismar solle nicht erfolgen. "Wir haben schon genug Baustellen", sagt Landrätin Birgit Hesse.

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erstellt am 30.Jun.2011 | 11:24 Uhr

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