Skihalle Wittenburg bleibt geöffnet - Investorensuche in Endphase

Für die Übernahme der insolventen Skihalle gibt es laut Insolvenzverwalterin fünf Interessenten. Die Verhandlungen gingen nach der am Montag erfolgten Eröffnung des formellen Insolvenzverfahrens weiter. Foto: dpa
Für die Übernahme der insolventen Skihalle gibt es laut Insolvenzverwalterin fünf Interessenten. Die Verhandlungen gingen nach der am Montag erfolgten Eröffnung des formellen Insolvenzverfahrens weiter. Foto: dpa

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01. September 2008, 04:20 Uhr

Wittenburg - Für die Übernahme der insolventen Skihalle Snow Funpark in Wittenburg gibt es nach Angaben von Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde fünf Interessenten. Die Verhandlungen würden auch nach der am Montag erfolgten Eröffnung des formellen Insolvenzverfahrens fortgeführt. „Ich rede mit der Van der Valk-Gruppe. Und zumindest zwei der vier Mitbewerber sind auch sehr ernsthaft interessiert“, sagte Schmudde am Montag.

Ende Juni war für die Skihalle Insolvenzantrag gestellt worden. Wie Schmudde betonte, wird die Einrichtung auch nach dem Ende des von der Arbeitsagentur für drei Monate gezahlten Insolvenzgeldes mit all ihren knapp 260 Beschäftigten weitergeführt. Die Bezahlung solle nun aus den laufenden Einnahmen erfolgen.

„Die besseren Zeiten für das Skifahren kommen jetzt“, sagte die Hamburger Anwältin. Sie zeigte sich optimistisch, dass der Besucherzustrom und damit auch die Einnahmen wieder steigen. Der Betrieb laufe zunächst unter ihrer Regie weiter, sagte Schmudde.

Der Snow Funpark war im Dezember 2006 eröffnet worden, doch blieben die Besucherzahlen im ersten Jahr mit 638 000 hinter den zunächst kalkulierten 900 000 pro Jahr zurück. Daraufhin hatte die österreichische Bank Hypo Alpe Adria, Klagenfurt, als Kreditgeber ihren Rückzug aus dem Projekt angekündigt.

Medienberichten zufolge ist der Landesrechnungshof nach einer Überprüfung der Investitionsförderung zu dem Schluss gekommen, dass die Zuschüsse von der Landesregierung zu leichtfertig vergeben worden seien. Der endgültige Bericht zu dem umstrittenen Freizeitprojekt liegt noch nicht vor.

Der Chef des Landesförderinstituts (LFI) Mecklenburg-Vorpommern, Roland Gießelbach, sieht noch maximal acht Wochen Zeit für die Investorensuche. Werde innerhalb dieser First keine Lösung gefunden, würden in Wittenburg „die Lichter ausgehen“, zitiert ihn die „Ostsee- Zeitung“. Die Hoffnung auf ein gutes Ende gebe er aber nicht auf.

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