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Bewährungsstrafe für Ärztin des Porno-Stars : "Sexy Cora" - Das Urteil

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Das Hamburger Landgericht hat die Ärztin zu einer Bewährungsstrafe von 14 Monaten verurteilt. "Es handelt sich schon um ein Alptraumszenario, das hier stattgefunden hat", sagte der Vorsitzende Richter Ulrich Weißmann.

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erstellt am 05.Feb.2013 | 06:24 Uhr

Hamburg | Das Hamburger Landgericht hat die Ärztin zu einer Bewährungsstrafe von 14 Monaten verurteilt. "Es handelt sich schon um ein Alptraumszenario, das hier stattgefunden hat", sagte der Vorsitzende Richter Ulrich Weißmann am Dienstag. Bei ihrer fünften Brustvergrößerung hatte die 23 Jahre alte Carolin Wosnitza einen Herzstillstand erlitten, nach mehreren Tagen im Koma starb die ehemalige "Big Brother"-Kandidatin an einer Hirnlähmung.

Bei der Schönheitsoperation vor zwei Jahren habe die Medizinerin nicht auf eine ausreichende Beatmung der Patientin geachtet, erklärte der Richter - und die über längere Zeit bestehende Fehlbeatmung nicht bemerkt. Außerdem war an dem Gerät zur Herzüberwachung der Alarmton ausgeschaltet, und neue ärztliche Leitlinien zur Wiederbelebung kannte sie nicht. Die Behandlungsfehler der Ärztin sehe das Gericht als "Ausnahmeversagen", sagte Weißmann: "Es war ein einmaliger, allerdings furchtbarer Fehler, den Sie hier begangen haben."

Die Angeklagte - wieder ganz in Schwarz gekleidet - wirkte zwar angespannt, nahm das Urteil wegen fahrlässiger Tötung aber äußerlich regungslos auf. Sie hatte bereits beim Prozessauftakt Schuld und Verantwortung für den tödlichen Eingriff eingeräumt. Ihren Beruf als Ärztin hat die 56-Jährige nach eigenen Angaben aufgegeben.

Ein Berufsverbot sprach das Gericht nicht aus: "Wir halten ein Berufsverbot für völlig überzogen und unverhältnismäßig." Carolin Wosnitzas Witwer hatte dagegen auf ein lebenslanges Berufsverbot für die Medizinerin gehofft.

Der Richter warf auch der Schönheitsklinik schwere Versäumnisse vor: Vermutlich aus Profitgier sei dort an Ausstattung und Personal gespart worden. Ob die Tragik dieses Gerichtsverfahrens zu einer Strukturänderung in solchen Kliniken führen werde, bezweifele er: "Es ist vielmehr zu befürchten, dass einfach so weitergemacht wird." Trotz des weitgehenden Geständnisses der Ärztin seien viele Fragen offen geblieben, betonte Weißmann.

Moralische Vorwürfe gegen Carolin Wosnitza dagegen seien völlig fehl am Platz, so der Richter. Sie habe das Recht auf eine ordentliche und korrekte Behandlung gehabt. Die junge Frau hatte bereits Körbchengröße F - und wollte sich zum wiederholten Mal die Brüste vergrößern lassen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Angeklagte und Staatsanwaltschaft erklärten, auf Rechtsmittel zu verzichten.

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