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Volkssolidarität Lübz e.V. fährt auf Minimum : Seniorenbetreuung am Limit

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Ehrenamtliche Hilfe dringend gesucht: Heidrun Budziat und Carmen Brosche zeigen großes Engagement. Die beiden Frauen managen die Volkssolidarität Lübz e.V.(VS).

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erstellt am 14.Jul.2011 | 01:56 Uhr

Ehrenamtliche Hilfe dringend gesucht: Heidrun Budziat und Carmen Brosche zeigen großes Engagement. Die beiden Frauen managen die Volkssolidarität Lübz e.V.(VS). Allein auf sich gestellt öffnen sie jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags die Pforten des Vereins, um den Senioren der Region Kartenspiele, Kaffeegesellschaften und Bastelnachmittage zu ermöglichen. Doch für die anfallenden Aufgaben reichen die regulär angesetzten Stunden der beiden Aushilfskräfte auf Minijob-Basis längst nicht aus. "Wir brauchen Unterstützung", sagt Heidrun Budziat.

Denn es gibt viel zu tun in der VS: Kaffee kochen, backen, sauber machen, Tische für die Veranstaltungen eindecken. Auch die Organisation der Veranstaltungen rund um das Vereinsjahr müssen genau bedacht und gut geplant sein. "Ich habe die Termine für Weihnachten bereits festgemacht - es ist nur noch ein halbes Jahr bis dahin. Die Zeit läuft mir sonst weg", sagt Heidrun Budziat und lacht. Die gelernte Finanzkauffrau und Rentnerin engagiert sich trotz der vielen zusätzlich anfallenden Arbeitsstunden gern in dem Verein und investiert ihre Freizeit: "Es geht doch vor allem darum, den Club zu erhalten."

Festangestellte gibt es bei der Lübzer VS nicht mehr

Festangestellte gibt es bei der Lübzer Volkssolidarität schon lange nicht mehr. Ein Ausweg schien in Sicht, als der Verein über eine Maßnahme zwei Ein-Euro-Jobber zugewiesen bekam. "Aber die haben sich nicht als vertrauenswürdig erwiesen", sagt die engagierte Rentnerin. "Ich kann doch nicht einfach irgendwelche Leute nehmen. Ich muss mich doch auch in finanziellen Dingen auf die Kollegen verlassen können wenn sie eine Hilfe sein sollen." Bei den zwei Anwärtern hatte Heidrun Budziat, was das Finanzielle anging, so ihre Zweifel und hat sie deshalb abgewiesen. Auf weitere Kräfte von Seiten des Amtes wagt sie nun nicht mehr zu hoffen. Bleiben also sie und Carmen Brosche, die sich die Schichten teilen. Mit Carmen Brosche ließe es sich gut zusammenarbeiten, findet Heidrun Budziat. Dennoch könnten die beiden oft ein weiteres Paar Hände gebrauchen.

Die Dienststelle Parchim habe jedoch nicht das Geld, noch jemanden auf Minijob-Basis einzustellen. Geschweige denn eine feste Kraft zu bezahlen, erklärt sie. Der Lübzer Verein müsse sich selbst tragen, und auch ihrer beider Löhne seien eigentlich neben der Miete kaum zu erwirtschaften. Zudem seien die meisten der Mitglieder der Volkssolidarität 70 Jahre und älter. Da könne man einfach auch nicht mehr so viel Hilfe erwarten.

Deshalb hoffen die Mitarbeiterinnen der VS nun auf Unterstützung von anderer Seite: "Wir würden uns sehr über jemanden freuen, der sich ehrenamtlich bei uns engagieren möchte." Es müsse aber jemand sein, der selbstständig arbeitet und sich gern für die Senioren engagiert. Doch bisher sei es noch niemanden gekommen, der Interesse angemeldet habe, bedauert die Rentnerin.

Wer sich bei der Volkssolidarität Lübz ehrenamtlich betätigen und den beiden Frauen zur Hand gehen möchte, der kann sich ab dem 8. August dienstags in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr bei Heidrun Budziat in der Begegnungsstätte der VS in der Scharnhorststraße 10 in Lübz melden oder unter der Nummer 03 87 31/ 2 90 90 einen Termin vereinbaren.

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