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Interview: Apachen-Live-Show ein kleines Jubiläum : Seit 20 Jahren Mecklenburgs Apache

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Wolfgang Kring in Neu Damerow feiert in diesem Jahr mit seiner Apachen-Live-Show ein kleines Jubiläum. Seit 20 Jahren tritt er alljährlich mit seinen Freunden im Sommer in Neu Damerow in einer Show auf.

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2011 | 10:43 Uhr

Und erzählt Geschichten von den Kämpfen zwischen Indianern und den weißen Eindringlingen. Seine Geschichten berichten über den Freiheitskampf der Indianer. Zusätzlich reist er durch das ganze Bundesgebiet und präsentiert seine Stunts und Dressuren.

Diese Show kommt nun seit 20 Jahren ohne jegliche Sponsoren oder Fördermittel aus und begeistert alljährlich Tausende. SVZ-Mitarbeiter Michael-Günther Bölsche sprach mit Wolfgang Kring, der von seinen Fans auch als "Mecklenburgischer Apache" bezeichnet wird.

Das Jahr 2011 ist für Wolfgang Kring und seine Freunde ein besonderes, im Sommer wird zum 20. Mal die Apachen-Live-Show zu sehen sein. Wie kam es damals zur Idee?

Wolfgang Kring: Auf diesem Hügel, die die Naturbühne bildet, agierte ich schon als Kind. Die Idee, hier ein Westernstück zu inszenieren, entstand im Alter von 17/18 Jahren. Während der Bauarbeiten auf unserem Grundstück probierte ich einige indianische Übungen mit meinem Pferd. Dieses habe ich heute, nach 29 Jahren, immer noch. Diese Anfänge sah der damalige Bürgermeister Treptau und lud mich zur Ferienanlage nach Wooster Teerofen zu dem damaligen Leiter der Ferieneinrichtung Peter Kunzmann ein. Die Apachen-Live-Show hatte somit seine Erstaufführung im Juli 1985, da trat ich aber noch als Solist auf. 1988 erfolgte die Einstufung als "Amateurartist des künstlerischen Volksschaffen". So war die Show schon vor der Wende ein wenig bekannt. Da ich nach der Wende arbeitslos wurde, machte ich dann mein Hobby zum Beruf.

Wie haben Sie die vielen Akteure, die ja aus der halben Bundesrepublik kommen, für Ihre Show und zum Mitmachen begeistern und vor allem über die Jahre halten können?

Da wir durch die Apachen-Live-Show in ganz Deutschland und im Ausland tätig sind, lernt man auch Westernfreunde kennen. Darunter sind auch einige Freizeitreiter, die von unserer Show und den darin gezeigten teilweise einmaligen Stunts mit den Pferden begeistert sind. Deshalb ist es nicht schwer, sie für die Naturbühne zu begeistern. Allerdings ist nicht jeder dafür geeignet auf meiner Bühne mitzuspielen, denn ich stelle hohe Anforderungen. So stehen uns zum Beispiel nur eine Woche Probezeit zur Verfügung.

Hatten Sie von Anfang an damit gerechnet, dass es mit dieser Show so viele Jahre andauern wird?

Nein, zumal es auch Bürger gibt, die uns nicht gut gesonnen waren. Deshalb spielen wir auch nur vier bis sechs Mal jährlich. Es gab auch Angebote anderer Gemeinden, die sogar eine Unterstützung für eine Bühne anboten. Da ich aber heimatverbunden bin und von den Mitwirkenden moralisch unterstützt wurde, blieb die Naturbühne in Neu Damerow erhalten. Der große Zuspruch der Zuschauer tat sein übriges.

Ihre Shows beinhalten zum einen den Kampf der Indianer gegen die weißen Eindringlinge, aber sie bestechen auch durch interessante Dressuren Ihrer Pferde und tollen Stunts. Da verlangen Sie mitunter viel von den Pferden, wenn man an den Feuerkreis denkt. Was ist Ihr Geheimnis zwischen Mensch und Tier?

Meine Pferde müssen gleichzeitig Springpferd, Dressurpferd, Showpferd und Gespannpferd sein. Ein großer Aspekt ist Nervenstärke, Schnelligkeit sowie Wendigkeit. Ich versuche das Pferd als Freund zu sehen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Ohne das Vertrauen zwischen Mensch und Tier wäre das gar nicht möglich. Ich behandle die Pferde nicht wie ein Sportgerät, sondern als Partner. Durch viel Training bekommt man dann solche besonderen Leistungen zu sehen.

Wie kam es eigentlich dazu, dass sie eine Art "Mecklenburgischer Apache" wurden?

Den Namen "Apache" bekam ich von meinen damaligen Motorradkumpels.

Wie halten Sie sich fit, Sie sind mit Verlaub ja keine 20 mehr?

Hauptsächlich durch Sport. Etwas Kraftsport und ein wenig Laufen in der Woche.

In den bisherigen 19 Shows haben Sie viele Geschichten selbst geschrieben. Es handelte sich meist um fiktive, die aber auf tatsächlichen Begebenheiten aufbauen. Was darf der Zuschauer auf Ihrer einzigartigen Bühne im Jubiläumsjahr erwarten?

Das Publikum kann hohe spektakuläre Sprünge sowie eine einzigartige Freidressur auf der Bühne erwarten. Das heißt, dass das Pferd ohne Sattel und Zügel geritten wird und das Tier auch selbständig Übungen durchführt.

Was haben Sie sich persönlich für das Neue Jahr vorgenommen?

Sofern es die Gesundheit erlaubt, mehr Zeit zum Training mit meinen Pferden.

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