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Güstrower Gruppe besteht seit zehn Jahren : Seinen Pfad durchs Leben finden

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Sie halten nicht nur den Kompass in der Hand, sie sind auch auf der Suche nach einer Orientierung fürs Leben. Seit zehn Jahren gibt es in Güstrow wieder eine Pfadfindergruppe.

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erstellt am 19.Jul.2011 | 11:18 Uhr

Sie halten nicht nur den Kompass auf der Suche nach einem Weg in der Hand, sie sind auch auf der Suche nach einer Orientierung fürs Leben. Seit zehn Jahren gibt es in Güs trow wieder eine Pfadfindergruppe. Joachim Voss (51) betreut derzeit 16 Kinder und Jugendliche. Die meisten von ihnen sind im Grundschulalter. Die Idee der Pfadfinderei stammt aus dem vergangenen Jahrhundert, ist aber alles andere als verstaubt. Den militärischen Teil der Idee habe man allerdings hinter sich gelassen, so der Diakon und Referent für Jugendarbeit im Kirchenkreis Güstrow.

Das Leben in der Natur und mit der Natur kennen zu lernen, gebe Gelegenheit, seine Grenzen zu testen, erklärt Joachim Voss. "Wie weit kann ich wandern, meinen Rucksack tragen, wie mit möglichst wenig auskommen?", nennt Voss grundlegenden Fragen. Auch das Gefühl unabhängig zu sein, gehöre dazu und das, einer Wertegemeinschaft anzugehören. Es gehe darum Verantwortung zu übernehmen für sich und für andere. Das Handzeichen der Pfadfinder - drei ausgestreckte Finger und der Daumen hält den kleinen Finger - stehe für die Pflicht gegenüber Gott, gegenüber Dritten und der Pflicht sich selbst gegenüber. Dabei halte und unterstütze der Große den Kleinen. Wobei es auch Pfadfinder-Gruppen gebe, die nicht religiös orientiert sind.

Höhepunkte: Wanderungen und der Kanusommer

Bei den regelmäßige Treffs am Domplatz werde gemeinsam gesungen. Man höre biblische Geschichten von Abraham, der mit einem Zelt unterwegs war, wie auch heute die Pfadfinder Kothen oder Jurten benutzen.

Zu den größeren Aktivitäten in der Natur gehören die Frühlings- und Herbstwanderungen. "In den Osterferien waren wir zum Beispiel schon auf dem Brocken", berichtet Joachim Voss. Weiter nennt er den Kanusommer. "Ehemalige Mitglieder der Pfadfindergruppe helfen unter anderem als Gruppenleiter. Für die Teilnehmer sind sie dann oft wie große Geschwister", erzählt der Diakon. Auch das sei Sinn der Sache. Im Herbst sei ein Ausflug nach Klempelshagen bei Straßburg geplant. Dort gebe es ein Wildtiergehege. Hirsche in der Brunftzeit zu erleben, werde sicher interessant, denkt der Diakon. Jetzt aber ist auch bei den Pfadfindern erst einmal Sommerpause. Im September geht es weiter.

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