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Kein gemeinsamer Flyer für Sommerausstellungen : Seenlandkunst ist ganz leise eingeschlafen

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Das Projekt Seenlandkunst scheint ganz leise einzuschlafen. Erstmals hat Andre van Uehm, Initiator der Reihe von Sommerausstellungen im Naturpark Sternberger Seenland, keinen Flyer mehr herausgegeben.

svz.de von
erstellt am 16.Jul.2013 | 11:06 Uhr

Das Projekt Seenlandkunst scheint ganz leise einzuschlafen. Erstmals hat Andre van Uehm aus Woserin, Initiator der Reihe von Sommerausstellungen im Naturpark Sternberger Seenland und weit darüber hinaus, keinen Flyer mehr herausgegeben. "Ich wollte es bewusst darauf ankommen lassen", so van Uehm. Er wollte wissen, wie die Veranstalter reagieren und zumindest eine einjährige Pause einlegen.

Doch könnte das jetzt das Aus dieser Reihe werden. Van Uehm, auf dessen Schultern die Arbeit bei der Organisation lastete, spricht von einer ernüchternden Resonanz: Es gab laut dem Woseriner 2013 nur vier Nachfragen bei 20 bis 30 potenziellen Ausstellern. Im Vorjahr hatte der Woseriner, der auch Vorsitzender des Vereins Seenlandkunst ist, zum fünften und zum offensichtlich letzten Mal die Kunstreihe initiiert. Anders als bei der Premiere der Reihe luden zuletzt vorrangig private und gemeinnützige Initiativen in ihre Räume ein. Kaum noch kommunale Einrichtungen waren darunter.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte van Uehm zur Weiterführung von Seenlandkunst noch einmal zu einem Krisentreffen eingeladen. Gerade einmal fünf Leute aus drei Häusern kamen, aber keiner wollte eine Aufgabe übernehmen, so der Woseriner. Dabei gab es durchaus gute Ideen für die Integration von Theater und Musik. Seenlandkunst sollte Festivalcharakter bekommen. "Wir wollten es gemeinsam am Leben erhalten", erinnert er sich.

Van Uehm hat zwischenzeitlich aber auch Stimmen gehört, man brauche diese Reihe nicht mehr. "Irgendwann ist der Sinn weg", erklärt er. Er gehe ohne Groll. Er persönlich würde auch nicht dort stehen, wo er heute ist, wenn es die Seenlandkunst nicht gegeben hätte, so der Woseriner. Der Fotograf, der im Künstlerbund aktiv ist, engagiert sich für verschiedene Ausstellungsprojekte.

Bei Seenlandkunst handelt es sich aber auch um keinen geschützten Begriff, erfuhr SVZ. So werben auch in diesem ersten Jahr ohne gemeinsamem Flyer Häuser mit ihren Sommerausstellungen - so in Rühn, Warin, Alt Necheln, Zernin, Bützow und Bolz.

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