Winterdienst soll weiter gesichert werden : Sechsfache Menge an Kies im Dezember gestreut

Der Winterdienst war gestern im Dezember im Landkreis den zwölften Tag im Einsatz. Entsprechend viel Material und Geld wurde ausgegeben.archiv dpa
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Der Winterdienst war gestern im Dezember im Landkreis den zwölften Tag im Einsatz. Entsprechend viel Material und Geld wurde ausgegeben.archiv dpa

Die sechsfache Menge Kies hat der Stadtbauhof Güstrow bisher im Dezember im Vergleich zu anderen Jahren gestreut. 60 Tonnen wurden verbraucht, in normalen Jahren sind es zehn.

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22. Dezember 2010, 11:25 Uhr

Der Bauhof agiert mit 40 Mitarbeitern und 20 Fahrzeugen auf zwölf Touren. "Bei Einsätzen hat sich die Zahl vervierfacht", sagt Hans-Peter Schröder, Leiter des Bauhofes. Seien in den Jahren zuvor an drei oder vier Tagen im Dezember Einsätze gefahren worden, waren Mitarbeiter und Technik gestern den zwölften Tag unterwegs, so Schröder.

Hans-Peter Schröder erklärt, dass der Winterdienst, auch wenn er länger dauern wird, weiter geleistet wird. "Material und Geld wird dafür da sein", betont er. Gegenwärtig seien die Lager zu einem Drittel gefüllt und im Januar werde neuer Kies und Sand bestellt. Da die Stadt nur mit Sand und Kies abstumpfe und kein Salz verwende, halten sich zusätzliche Kosten in Grenzen. Eine Tonne Kies koste im Schnitt drei Euro. Das könne der Stadthaushalt leisten. Auch die Wege für den Transport seien nicht weit. Schröder: "Der Kies kommt aus Langhagen."

Genauso schätzt Rüdiger Pawelke von der Wohnungsgesellschaft Krakow am See (Wokra) die Lage ein. "Wir sind weiterhin gut gerüstet. Die Lager sind noch gefüllt. Außerdem kann das Kieswerk Langhagen ständig nachliefern", berichtet er. Die Wokra hat bisher von den 60 Tonnen Salz 15 Tonnen an zwei Tagen, an denen es Eisregen gab, verbraucht. "Wir haben aber bedeutend mehr Kies als in den Vorjahren gelagert. Von 120 Tonnen sind bisher 30 gestreut, so Pawelke. Das ist eine Reaktion auf die neue Straßenreinigungssatzung, die ab 1. Januar nach einem Stadtvertreterbeschluss (wir berichteten) in Kraft tritt. Bauamtsleiter Lutz Krämer: "Wir mussten auf die Bremse treten. Im Winter 2009/10 gaben wir rund 72 000 Euro für den Winterdienst aus. Das ist viermal so viel wie sonst. Das geht aber nicht mehr." Trotzdem garantiert die Wokra, dass weiter an allen wichtigen Standorten, die vor allem für die Versorgung wichtig sind, der Winterdienst realisiert wird, egal wie lange der Winter dauert.

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