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Wochenende will Triathlet Ticket für Olympischen Spiele lösen : Sebastian Rank steht vor wichtigsten Rennen

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Das Herz von Sebastian Rank schlägt in diesen Tagen schneller. Die Aufregung nimmt zu. Der Triathlet steht am kommenden Sonnabend vor seiner bisher größten Herausforderung.

svz.de von
erstellt am 31.Jul.2011 | 07:03 Uhr

Rostock | Das Herz von Sebastian Rank schlägt in diesen Tagen schneller. Die Aufregung nimmt zu. Der Triathlet steht am kommenden Sonnabend vor seiner bisher größten Herausforderung. Bei der fünften Station der diesjährigen ITU World Championship Series werden die ersten Startplätze für die Olympischen Spiele in London vergeben - und das auf den Originalstrecken von 2012.

Rar hatte sich der Wahl-Hansestädter in den letzten Wochen gemacht. Denn durch die jährliche Schließung der Schwimmhalle in den Schulferien standen die gewohnten Trainingsbahnen nicht zur Verfügung. Die Ausweichmöglichkeiten Papendorfer See oder Warnow machten auch keinen Sinn. Außerdem mussten Krafteinheiten absolviert werden. auch hier: alles geschlossen.

Keine Trainingspartner in Rostock

Zurück an seinen früheren Trainingsort Richtung Saarbrücken hieß die einzige Alternative. Das gleichfalls unter einem anderen Aspekt: Denn Partner, die ihn im täglichen Schuften unterstützen, hatte Sebastian in den vergangenen Wochen in Rostock nicht. Die Raelert Brothers bereiteten sich an anderen Orten auf ihre Wettkämpfe vor.

Der Gang an den südwestlichen Zipfel der Bundesrepublik hat sich für den 25-Jährigen gelohnt. Die Zeit des Grübelns über den durchwachsenen Saisonverlauf mit Platz 16 in Sydney, 34 in Madrid und 36 in Kitzbühel ist vorbei. "Ich habe mich ganz schön über mein Abschneiden geärgert", gesteht der aus Apolda stammende Rank. Mal wurde er beim Schwimmen richtig "verprügelt", mal machte ihm die Muskulatur zu schaffen.

Nun sieht der "Seb" aber wieder Land in Sicht. Zwei Wochen gemeinsames Training mit der Nationalmannschaft in Saarbrücken taten ihm richtig gut. Voll aus dem Übungsblock haute er beim Hamburg-Triathlon am 16. Juli ein richtiges Ding raus: Platz vier, bester Deutscher und sogar den in der Gesamtwertung führenden Spanier Javier Gomez abgehängt. "Der Knoten ist geplatzt", kommentierte Rank die Auferstehung.

Gute Erinnerungen an die britische Hauptstadt

Einem kurzen Wäschewechsel-Intermezzo in Rostock folgte der erneute Gang Richtung Saarbrücken. Feinschliff und Formausprägung sind für das Rennen rund um den berühmten Londoner Hyde Park angesagt. Auf dem Rad geht es an der Residenz von der englischen Königin Queen Elisabeth II. am Buckingham Palace vorbei bevor bei den vier Laufrunden rund um den "The Serpentine", ein 14 Hektar großer See, über Erfolg oder Misserfolg in der Mission Olympische Spiele 2012 entschieden wird.

"An die britische Hauptstadt habe ich gute Erinnerungen. 2009 wurde ich in London bereits einmal Vierter. Ich hoffe, dass ich nach dem Schwimmen in guter Position rauskomme. Das ist die Voraussetzung für eine Top Ten-Platzierung sagt der Ostseestädter. Die zwei besten Deutschen unter den ersten Zehn lösen das begehrte Ticket. An ein "Nachsitzen" am 11. September in Peking denkt Sebastian Rank nicht. Viel Erfolg!

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