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Headliner sind Die Fantastischen Vier : "Searock": Premiere an der Küste

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Warmer Sommerwind und wohlige Massage des Basses: Die Organisatoren des Open-Air-Festivals "Searock" holen am Wochenende diesen Cocktail auf die Traditionsrennbahn in Bad Doberan.

svz.de von
erstellt am 21.Jul.2011 | 11:19 Uhr

Wie schnell kann sie zu einer Sucht werden, diese Kombination aus Tanzen im warmen Sommerwind, der wohligen Massage des Basses und der von den Bands ausgehenden Euphorie, der freie Himmel, der vom Sonnenuntergang in die klare Nacht wechselt? Die Organisatoren des Open-Air-Festivals "Searock" holen am Wochenende eben diesen Cocktail in direkte Nähe: auf die Traditionsrennbahn in Bad Doberan.

Es ist eine Premiere, dass Musikfreunde auf diesem bei den "Zappanalen" längst erprobten Gelände nun bekannte Bands eines von Punk, Rock und Indie über Rap zu Electro reichenden Spektrums erleben können. Als Headliner werden Die Fantastischen Vier beim für sie zweiten Festivalauftritt in diesem Jahr sowohl alte als auch neue Titel des aktuellen Albums "Für dich immer noch Fanta Sie" spielen. Gespannt sein kann man auch auf Clueso, ist doch die Veröffentlichung seiner neusten CD "An und für sich" erst knappe vier Monate her.

Auf dem Gelände wird es neben der 30 Meter breiten, Richtung Ostsee ausgerichteten Hauptbühne noch eine weitere Bühne geben: "Ein riesengroßes, nagelneues Zirkuszelt", wie Hauptveranstalter Rimbert Schickling vom Produktionsbüro Rostock schwärmt. Als alter Doberaner ist Schickling der Gegend verbunden, so finden sich auch etliche hiesige Gruppen auf dem Programm. Letzteres ist so ausgelegt. Wenn die Bereitschaft besteht, zwischen den Bühnen zu pendeln, können so alle 32 Acts mitgenommen werden. Als Vorprogramm spielen bereits Donnerstagabend verschiedene DJs. Damit aber auch die Entspannung angemessen stilvoll ihren Platz findet, stehen Cafés und eine unter Bäumen gelegene Cocktailbar bereit. "Überhaupt ist schon das Gelände als solches sehr schön", meint Schickling. "Wir sind in die alte Rennbahn eingebettet, umgeben von Natur - das wird eine kuschelige Atmosphäre."

Schon seit gestern können Besucher anreisen. Festivalsprecher Tino Grasselt sieht deshalb noch einen weiteren Anreiz: "Wer jetzt schon kommt, kann gleich noch einen kleinen Ostseeurlaub mitnehmen. Das Gelände ist einen Katzensprung vom Strand entfernt." Zu diesem fahren dreimal stündlich Shuttle-Busse.

Gelegenheit zum Campen bieten spezielle, vom Festivalgelände getrennte Bereiche. Grasselt: "Bei den Übernachtungen werden wir einen hohen Standard gewährleisten." Im Sanitärbereich sind warme Duschen inklusive, neben den obligatorischen Dixis stehen WCs bereit. Auf dem Gelände wird außerdem ein Supermarkt eingerichtet. Morgens wird im Küchenzelt Frühstück angeboten. "Es sieht aus wie eine kleine Stadt", so Grasselt.

Mit bis zu 12 000 Gästen rechnet Klaus Fricke vom Ordnungsamt Bad Doberan: "Aufgrund des gestreckten Anreisezeitraumes wird es in der Gegend voraussichtlich zu keinen Verkehrseinschränkungen kommen, höchstens Sonntag bei der Abreise könnte es mal stocken."

Für Gäste aus Rostock empfiehlt sich die Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dazu kann die Haltestelle "Rennbahn" mit der Bäderbahn Molli, oder mit dem von Bad Doberan aus verkehrenden Küstenbus erreicht werden.

Anwohner müssen höchstens mit einer Einschränkung der sonstigen Ruhe rechnen. "Je nachdem wie der Wind steht, ist es nicht zu vermeiden, dass man etwas von Festival hört", so Fricke, "das ist bei anderen großen Konzerten ja aber das Gleiche." Er ist bis jetzt sehr zufrieden, die Veranstaltung sei mustergültig durchorganisiert.

Die Pferderennbahn ist als solche privates Gelände, die Stadt profitiere aber indirekt. Clauda Bock, Chefin der Herberge "Haus der Horizonte" betont, dass sie zur jetzigen Saison ohnehin viele Gäste hat. "Bei uns haben sich aber auch Festivalgäste einquartiert. Insofern denke ich, dass die Veranstaltung die Region belebt." Die Veranstalter erwarten nur in Einzelfällen ausländische Gäste, "das ist fürs erste Mal aber vollkommen normal", sagt Sprecher Grasselt. In diesem Zeichen steht auch der Verzicht auf aufwändige Dekoration. "Lasershows sind dieses Jahr noch nicht eingeplant." Hauptveranstalter Rimbert Schickling freut sich trotz des Stresses auf das Fest. "Wenn alles läuft wie geplant, wird das eine sehr feine Veranstaltung." Falls nicht vergriffen, wird es Tages- und Gesamttickets an der Kasse am Geländeeingang geben. Noch ist ein ausreichendes Kontingent an Karten verfügbar.

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