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Jeder 10. Beschäftigte auf zusätzliche Leistungen angewiesen : Schwesig fordert 8,50 Euro Mindestlohn

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erstellt am 11.Jan.2011 | 12:22 Uhr

"Es gibt zu viele Menschen, die arbeiten und dennoch auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Ich sehe nur die Möglichkeit, über einen flächendeckenden Mindestlohn von wenigstens 8,50 pro Stunde eine Änderung zu erreichen", sagte sie. In MV seien 53 000 Beschäftigte und damit jeder zehnte auf zusätzliche Leistungen angewiesen. "Menschen müssen von ihren Löhnen leben können. Dann spart der Staat auch Geld, das zum Beispiel in der Bildung eingesetzt werden könnte", argumentierte Schwesig. Gewerkschaftsangaben zufolge sind bundesweit 13 Millionen Menschen im Niedriglohnsektor beschäftigt.

Kritisch äußerte sich Schwesig auch zur Entlohnung in Zeitarbeitsunternehmen. Für Firmen lohne sich der längerfristige Einsatz von Leiharbeitern, weil diese oft deutlich schlechter bezahlt würden. "Ein Leiharbeiter muss genauso bezahlt werden, wie sein fest angestellter Nebenmann", betonte Manuela Schwesig. Ein Mindestlohn für Zeitarbeit ist einer der Streitpunkte beim Ringen um einen Kompromiss zur Hartz-IV-Reform. In Berlin hatten sich die Verhandlungspartner von CDU und SPD am Freitag ergebnislos getrennt, Mitte des Monats sollen die Gespräche weitergehen.

Bundesweit sind Verbandsangaben zufolge fast eine Million Menschen in Zeitarbeitsfirmen beschäftigt. Im Nordosten waren es im Oktober 2010 laut Arbeitsagentur etwa 11 000 und damit 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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