zur Navigation springen

Silvio Horn erstattet Strafanzeige : Schweriner Theaterstreit geht jetzt vor Gericht

vom

Der Streit um die Geschäftsführung der Theater gGmbH hat die Gerichte erreicht. Nach den Vorwürfen, die Ex-Aufsichtsrats- vorsitzender Silvio Horn gegen den Intendanten Joachim Kümmritz erhoben hatte, legt Horn nach.

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2011 | 10:06 Uhr

Schwerin | Der Streit um die Geschäftsführung der Theater gGmbH hat jetzt die Gerichte erreicht. Nach den Vorwürfen, die Silvio Horn, Fraktionschef der Unabhängigen Bürger in der Stadtvertretung, gegen den Geschäftsführer der Theater gGmbH, den Intendanten Joachim Kümmritz, erhoben hatte, forderte der über Anwälte eine Unterlassungserklärung. Horn solle erklären, die Vorwürfe in der Öffentlichkeit nicht weiter zu erheben. Unterzeichne der UB-Chef diese Erklärung nicht, so die anwaltliche Aufforderung des Intendanten, drohen ihm rechtliche Schritte wegen übler Nachrede.

Horn, der als ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Theater gGmbH dem Intendanten unter anderem Vetternwirtschaft und korruptes Verhalten vorgeworfen hatte, weigert sich, die von Kümmritz geforderte Erklärung abzugeben. Er legte noch nach. Gestern habe er bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet wegen „des begründeten Verdachts strafbarer Verfehlungen von Mitarbeitern des Staatstheaters“, erklärte der UB-Chef. Er legte eine Rechnung über 1569,46 Euro vor, die eine Sportartikelfirma dem Theater gestellt hatte und den Beleg, dass eine Theatermitarbeiterin darum gebeten hatte, die Rechnung nicht exakt aufzuschlüsseln, sondern pauschal über „Bekleidung“ auszustellen. „Ich sage, hier liegt der dringende Tatverdacht der Untreue vor“, erklärte Horn.

Unterdessen ist die UB-Fraktion gestern mit ihrem Antrag in der Stadtvertretersitzung gescheitert, den Intendanten wegen dieser Vorwürfe sofort zu suspendieren. Zuvor hatte dies auch OB Angelika Gramkow abgelehnt, dazu habe sie keine Befugnisse. Die Stadtvertretung beschloss, dass sich der Theater-Aufsichtsrat in einer Sondersitzung mit den Vorwürfen beschäftigen soll.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen