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Schweriner Radler ärgern Fußgänger

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Schwerin | Immer häufiger halten sich Radfahrer in Schwerin nicht an die Straßenverkehrsordnung. Allein in den Monaten von Mai bis Juli registrierte die Polizei rund 40 Prozent mehr Verstöße als im Vergleichszeitraum 2009. "Viele Radler glauben, sie müssten sich nicht an Regeln halten", berich tet Hauptkommissar Detlef Dorn vom Polizeirevier der Landeshauptstadt. Mit dem jetzt festgestellten Anstieg von 476 auf 665 Verstöße setze sich ein Trend aus den vergangenen Jahren fort.

Haupttatort: die Fußgängerzone in der Schweriner Innenstadt. "Etwa 75 Prozent der von uns ermittelten Vergehen entfallen auf diesen Bereich", schildert Dorn. Von Mai bis September dürfen die Mecklen burgstraße zwischen Schlossstraße und Pfaffenteich, die Puschkinstraße zwischen Schloss straße und Markt, die Helenenstraße und die Schmie destraße zwischen 10 und 18 Uhr von Radlern nicht be fahren werden. Die Meck lenburgstraße zwischen Geschwister-Scholl-Straße und Schlossstraße und auch die Schlossstraße selbst können genutzt werden - mit Schrittgeschwindigkeit. Die Polizei ertappe bei ihren Kontrollen aber nicht nur Pedalritter, die sich nicht an die innerstäd tische Fahrradordnung hielten, so Dorn. Einige Radler seien unerlaubter Weise auch mit Handy am Ohr oder Kopfhörern unterwegs.

Bei ihren verstärkten Radfahrer-Kontrollen in diesem Sommer hat die Polizei aber nicht nur ein Auge auf die Innenstadt. "Weitere Schwerpunkte sind die Schlosspromenade vom Bertha-Klingberg-Platz bis zum Beutel, der Alte Garten, der Franzosenweg, der Bereich am Lankower See, die Wismarsche, die Lübecker und die Wismarsche Straße", erklärt Dorn. Dabei seien bislang auch schon Rotlicht-Ver stöße, die Benutzung von Radwegen in der verkehrten Fahrtrichtung, das verbotswidrige Befahren von Gehwegen und Fahrten unter Alkohol registriert worden, so der Polizeihauptkommissar.

Etliche Radfahrer seien leider auch mit Drahteseln unterwegs, die technische Mängel aufwiesen, erklärt Dorn. Wer etwa ein Rad mit defekten Bremsen und ohne Lichtanlage benutze, gefährde sich und andere. Die Kontrollen der Polizei seien also kein Selbstzweck, stießen auch in weiten Teilen der Bevölkerung auf Verständnis, betont der Hauptkommissar.

Die Polizei werde ihre Kontrollen fortführen, kündigt Dorn an. Sie setze aber auch auf Prävention. So könnten sich interessierte Bürger am Wochenende beim MV-Tag in Schwerin an den Info-Ständen der Polizei in der Werderstraße beispielsweise auch ihre Fahrräder codieren lassen.

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erstellt am 12.Aug.2010 | 06:26 Uhr

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