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Zwölf Drachenbootsportler aus der Landeshauptstadt Schwerin : Schweriner paddeln um WM-Gold

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Ute Becker verabschiedete am Faulen See die Schweriner Drachenbootsportler, die in der nächsten Woche zu den 11. Weltmeisterschaften ins sonnige Florida aufbrechen werden.

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erstellt am 22.Jul.2011 | 08:37 Uhr

"Wir sehen uns in Tampa": Mit diesen Worten verabschiedete Ute Becker am Mittwochabend auf dem Gelände der Kanurenngemeinschaft am Faulen See die Schweriner Drachenbootsportler, die in der nächsten Woche zu den 11. Weltmeisterschaften ins sonnige Florida (USA) aufbrechen werden. Sie tat das einerseits offiziell als Vorsitzende des Landesdrachenbootverbandes MV, andererseits aber auch als Mitstreiterin. Denn Becker wird sowohl in der Klasse Premier-Mixed, als auch bei den Grand Dragons selbst als Steuerfrau die Geschicke lenken.

Bis der Flieger für die zwölf Schweriner (sieben Frauen und fünf Männer) am 27. oder 28. Juli von Berlin bzw. Frankfurt aus abheben kann, war es ein weiter Weg. Die Grundlagen dafür schafften sie im harten Training in ihren Heimteams, bei den "Zuarinern", den "Flying Turtles" und den "Red Devils". Über die Ausschreibung, eine entsprechende Alterszuordnung und nicht zuletzt anspruchsvolle Leistungstests wurde seit Februar die Auswahl für die mit knapp 220 Aktiven und Offiziellen starke deutsche WM-"Flotte" getroffen. "Die Schweriner haben dank hervorragender Leistungen alle in ihren Altersklassen den Sprung in die Stammteams geschafft", betonte Ute Becker.

Medaillenchancen stehen bei Grand Dragons nicht schlecht

Die deutsche Mannschaft wird in vier Altersklassen um Medaillen kämpfen, und zwar bei den Junioren (bis 18 Jahre), in der Premier-Klasse (Offen), der Senior-Klasse (Ü40) und bei den Grand Dragons (Ü50). Die Landeshauptstädter steuern zwei Junioren, zwei Aktive in der Premier-Klasse und ansonsten Senioren und Grand-Dragons bei. Über Trainingslager und -wettkämpfe haben sich nach Beckers Einschätzung richtig schlagkräftige Mannschaften entwickelt, die ihre Qualitäten erst am vergangenen Wochenende mit zahlreichen Titeln und weiteren Podestplätzen bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Waldsee eindrucksvoll unter Beweis stellten. Erfolge bei der WM wären zweifellos die absolute Saison-Krönung. "Wir sind optimistisch, aber nicht euphorisch. Die anderen schlafen auch nicht", zählt Becker die Mannschaften aus Kanada, den USA und Australien zumindest bei den Grand Dragons zu den schärfsten Konkurrenten im Kampf um begehrtes Edelmetall. Als deutsche Teamleiterin in dieser Altersklasse kümmert sich die Schwerinerin um rund 50 Aktive (Open, Frauen, Mixed). Zielstellung sei immer der Einzug ins große Finale, mit Podestplätzen als Optimum. Planbar sei so ein Erfolg allerdings nie, das könne sich vor Ort durchaus relativieren. Die Medaillenchancen in der Ü50 stehen aber wohl recht gut. Dagegen muss in der Premier-Klasse angesichts der extrem starken Konkurrenz schon alles passen. Immerhin werden in Tampa mehr als 25 Nationen vertreten sein.

Während Becker in Sachen Weltmeisterschaften schon über reichlich Erfahrung verfügt, steht die in der Senior-Klasse startende Rona Zyriax in den USA vor ihrer WM-Premiere: "Noch bin ich ruhig. Aber schon beim Sachen packen setzt sicher die Aufregung ein. Ich lass das alles auf mich zukommen." Nach einem Jahr in einem reinen Fun-team betreibe sie den Drachenbootsport jetzt seit zwei Jahren richtig ernsthaft. "Die WM in Prag, die ich als Zuschauer verfolgt habe, war für mich das Aha-Erlebnis. Ich habe mir damals gesagt: das möchtest und kannst du auch." Selbst einmal vorne zu stehen und eine Medaille umgehängt zu bekommen, das wäre ein Traum. Aber alleine sagen zu können, ich war dabei, sorge schon für ein schönes Gefühl.

Alle Ergebnisse zeitnah im Internet nachzulesen

Babette Krumm hat aus reiner Neugierde am Nachmittag ins Internet geschaut: "In Tampa liegen die Temperaturen zur Zeit bei über 30 Grad." Dementsprechend sollten Sonnenschutzmittel zu den unverzichtbaren Utensilien im Reisegepäck gehören. Der zeitliche Rahmen der Weltmeisterschaften sieht für den 31. Juli ein erstes Pflichttraining vor. Nach der Eröffnung am 2. August geht es Schlag auf Schlag. Dann ist Daumendrücken angesagt. Wer das Geschehen verfolgen möchte: Der deutsche Verband wird mit Wettkampfbeginn bemüht sein, alle Ergebnisse zeitnah unter www.drachenboot.de ins Netz zu stellen.

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