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Titelverteidigung bei DM in vier Disziplinen : Schweriner Bahnradasse vor Herkules-Aufgabe

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Ab morgen bis Sonntag heißt es nun für die Schweriner Asse, die Titel zu verteidigen. "Wir haben ja schon damals gesagt, dass das unmöglich wird", so 1000-m-Zeitfahr-Weltmeister Nimke.

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erstellt am 06.Jul.2011 | 11:03 Uhr

War das im vergangenen Jahr ein Paukenschlag: Bei der deutschen Bahnrad-Meisterschaft in Cottbus räumten die Top-Athleten vom Track Cycling Team Mecklenburg-Vorpommern alle vier Titel im Kurzzeitbereich (Teamsprint, Sprint, Keirin und 1000-m-Zeitfahren) ab - einmalig in der Geschichte des Bahnradsports. Ab morgen bis Sonntag heißt es nun für die Schweriner Asse, die Titel zu verteidigen. "Wir haben ja schon damals gesagt, dass das unmöglich wird", so 1000-m-Zeitfahr-Weltmeister Stefan Nimke. Er wird morgen mit Tobias Wächter und Marc Schröder im Teamsprint starten. Doch allein schon dort wartet eine übermächtige Konkurrenz. "Wir wollen ins große Finale. Aber dort werden wir sicher auf das Erdgas Team treffen. Und mit drei Ex-Weltmeistern sind die von der Papierform her der Favorit", so Nimke, der im Frühjahr Vize-Weltmeister im Teamsprint wurde. Bei Erdgas starten mit Anfahrer Robert Förste mann (Gera) und auf Position zwei mit Maximilian Levy (Cottbus) die beiden Weltmeister von 2010. Da war Nimke der dritte im Bunde. Bei der DM wird das Carsten Bergemann (Chemnitz) sein, der 2003 im Teamsprint WM-Gold gewann.

"Unsere Achillesferse ist ein bisschen Tobi. Er hatte noch bis zum 16. Juni mit seiner Grundausbildung bei der Bundeswehr zu tun. So war seine Vorbereitung nicht optimal. Wenn er mit 17,7 Sekunden anfahren würde, hätten wir eine Chance. Aber im Moment bewegt er sich bei 18,0", so Trainer Ronald Grimm. Von daher wird es für Wächter auch schwer, seine Titel im Sprint und Keirin zu verteidigen.

Im Sprint, der am Samstag ausgefahren wird, wäre es für Grimm schon eine tolle Leistung, wenn er drei unter die ersten Acht bekommt. "Mal sehen, wie die Quali läuft. Ich will im Sprint mal wieder ins Halbfinale. Aber das wollen viele andere auch", so Nimke. Seine Teamkollegen Wächter und Schröder werden auch dabei sein. Die Königsdisziplin wird der schwierigste Wettkampf werden. Denn da tummelt sich nicht nur national gesehen namhafte Konkurrenz: Levy, Förstemann, Bergemann, René Enders (Erfurt), Stefan Bötticher (Chemnitz), Philipp Thiele (Cottbus) und Michael Seidenbecher (Erfurt).

Der Keirin am Sonntag wird für die Asse mehr oder weniger nur noch Zugabe nach dem Mammutprogramm der Vortage. Denn am Freitag steht noch Nimkes Paradedisziplin an. "Viele waren überrascht, dass ich starte, da ich ja als Weltmeister bei der nächsten WM gesetzt bin. Aber ich will den Titel in Meckpomm behalten. Außerdem ist das ein Wettkampf, bei dem ich ja das Regenbogentrikot des Weltmeisters tragen darf", so der Zeitfahr-Spezialist. Neben Schröder wird zudem Daniel Rackwitz vom Track Cycling Team über den Kilometer starten. "Nach den Trainingszeiten traue ich ihm eine Medaille zu", meinte der 2004er Olympiasieger.

Für Rackwitz beginnt die DM schon heute. Er muss in der Qualifikation der 4000-m-Einerverfolgung ran. "Da hat er vom neuen Bundestrainer eine Vorgabe von 4:38 Minuten", so Grimm. Rackwitz hatte sich vor einem Jahr entschieden, in den Ausdauerbereich zu wechseln, um seine Startchance bei internationalen Wettbewerben im Omnium (sieben Disziplinen) zu erhöhen.

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