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Anlieger bekommen Mitsprache bei Straßensanierung : Schwerin will mehr auf Bürger bauen

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Bauboom kontra Informationsstau: Schwerin will in diesem und im kommenden Jahr mehr als 60 Straßen aufreißen - zum Ärger vieler Anlieger. Von denen in der Vergangenheit einige auf der Strecke blieben.

svz.de von
erstellt am 21.Jul.2011 | 07:25 Uhr

Schwerin | Bauboom kontra Informationsstau: Schwerin will in diesem und im kommenden Jahr mehr als 60 Straßen aufreißen - zum Ärger vieler Anlieger. Von denen in der Vergangenheit nach SVZ-Informationen einige auf der Strecke blieben. Es hagelte Beschwerden über mangelnde Informationspolitik der Stadtverwaltung. Anlieger fühlten sich gar nicht oder zu spät beraten, Unternehmen befürchteten Einnahmeausfälle aufgrund wegfallenden Kundenstroms und versperrter Zufahrten. Jetzt bessert die Stadt nach. Bürgerversammlungen sollen künftig sechs statt bislang zwei Wochen vor Baustart stattfinden, wie Bernd-Rolf Smerdka, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, sagt. "Wir wollen die Baumaßnahme in Grundzügen vorstellen und den Anliegern so mehr Chancen einräumen, gegebenenfalls auf den Ablauf der Arbeiten Einfluss zu nehmen."

Mit der im September beginnenden Sanierung der Güstrower Straße ging die Stadtverwaltung am Mittwoch auch gleich in den Praxistest. Smerdka stellte Anliegern der Durchfahrtsstraße das Bauprojekt und damit einhergehende Verkehrsbehinderungen vor. "Wir werden künftig dennoch nicht auf die übliche Bürgerversammlung verzichten, zu der wir zwei Wochen vor Baustart noch einmal schriftlich einladen werden", sagt der Amtschef. Dann sollen auch alle beteiligten Firmen und der zuständige Bauleiter dabei sein und über Details informieren.

Im Vorfeld der Sanierung von Apotheker- und Schliemannstraße in der Schelfstadt hatten sich nach SVZ-Informationen mehrere Anlieger und vor allem Betriebe schlecht und zu kurzfristig informiert gefühlt. Straßensanierungen stellen anliegende Unternehmen, Baufirmen und Verwaltung jedes Mal vor logistische Herausforderungen. Transport- und Lieferfahrzeuge sowie Rettungswagen müssen oft neben Baggern rollen können. "Wir bemühen uns, für jeden Fall eine geeignete Lösung zu finden", sagt Smerdka.

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