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Stadtwerke: Versorgung wäre auch bei Abschaltung aller AKW gesichert : Schwerin kommt ohne Atomstrom aus

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Schwerin setzt auf Öko-Strom: Schon jetzt stammt fast ein Viertel der Elektroenergie, die die Schweriner nutzen, aus regenerativen Energiequellen. Bundesweit sind es nur 17 Prozent.

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erstellt am 24.Mär.2011 | 10:53 Uhr

Schwerin setzt auf Öko-Strom: Schon jetzt stammt fast ein Viertel der Elektroenergie, die die Schweriner nutzen, aus regenerativen Energiequellen. Bundesweit sind es nur 17 Prozent. "Auf Atomstrom - derzeit liegt sein Anteil am Energiemix der Stadtwerke bei etwa neun Prozent - könnte die Landeshauptstadt vollständig verzichten", versichert Karin Peter, Vertriebsleiterin der Stadtwerke. "Selbst wenn jetzt alle deutschen Kernkraftwerke vom Netz genommen werden würden, hätte Schwerin keine Probleme mit der Elektroenergieversorgung seiner Einwohner." Entsprechende Anfragen von Stromkunden, die es nach dem Reaktorunfall in Japan vielerorts gegeben habe, seien in Schwerin aber eher die Ausnahme, berichtet Peter.

Sie verweist stolz auf noch eine weitere Schweriner Besonderheit: Bei der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen - mit 68 Prozent nach wie vor der Hauptteil - hat die Landeshauptstadt durch die so genannte Kraft-Wärme-Kopplung im Heizkraftwerk der Stadtwerke gute Karten in puncto Effizienz: Der Wirkungsgrad ist fast doppelt so hoch wie in herkömmlichen Verfahren. "Der CO 2-Ausstoß pro Kilowattstunde liegt bei uns bei 326 Gramm, der Bundesdurchschnitt beträgt 508 Gramm", erläutert Peter. Dadurch könnten in Schwerin jährlich rund 50 000 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden werden. Und durch die Modernisierung der technischen Infrastruktur werde auch langfristig Versorgungssicherheit der Kunden garantiert.

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