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Experten raten zu Neubau statt Sanierung : Schwerin favorisiert neue Krösnitz-Brücke

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Das Thema Brückensanierung hält Schwerin in Atem. Gerade nähert sich der Neubau der Straßenbahnbrücke über die Crivitzer Chaussee seiner Fertigstellung, da steht schon das nächste Projekt an.

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2011 | 11:08 Uhr

Das Thema Brückensanierung hält die Landeshauptstadt in Atem. Gerade nähert sich der Neubau der Straßenbahnbrücke bei der SVZ über die Crivitzer Chaussee seiner Fertigstellung, und die Reparatur der Stahlblech-Hohlkörperbrücke in der Knaudtstraße ist abgeschlossen, da steht schon das nächste Projekt mit Dringlichkeit an: die Krösnitz-Brücke. Das Bauwerk, das die Ludwigsluster Chaussee von der Stadionstraße zur Stellingstraße überspannt, ist in ähnlich schlechtem Zustand wie all jene Brücken, die zu DDR-Zeiten aus Stahlbeton errichtet worden waren und bei denen Henningsdorfer Spannstahl aus den Jahren 1968 bis 83 verwendet wurde. Nach Expertenmeinung birgt dieses Material, das in der so genannten Ölschlussvergütung gehärtet wurde, die Gefahr eines plötzlichen Versagens.

"Da zwar Handlungsbedarf, aber keine akute Gefährdung besteht, haben wir zunächst die naheliegende Variante, eine klassische Sanierung, geprüft und favorisiert", berichtet Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff. Der Vorteil: Reparatur ist billiger als Neubau. Der Nachteil: Nach etwa 20 Jahren müsste eine erneute statische Ertüchtigung des Bauwerks erfolgen. Die Alternative: Abriss und Bau eines Kreisverkehrs. "Diese Variante scheidet aus, da für einen vierspurigen Kreisverkehr nicht genug Platz zur Verfügung steht, und wir bei einer Neuanlage keine Ausnahmegenehmigung dafür bekommen würden", erläutert der Dezernent.

"Experten der Ingenieurkammer MV raten deshalb zu einem Neubau", berichtet Friedersdorff. Der sei zwar teurer als die Generalinstandsetzung, wäre aber die einzig nachhaltige Lösung. Für diese Variante stünden auch Fördermittel vom Land in Aussicht. "Die Bauverwaltung hat deshalb für die Stadtvertretung eine Vorlage erarbeitet, die den Neubau der Brücke favorisiert. Er soll zeitnah in die Beratung der politischen Gremien eingebracht werden", sagt er weiter.

Handlungsbedarf in den kommenden Jahren besteht außerdem bei den Brücken in der Wismarschen Straße über die ehemalige Hafenbahn und in der Rudolf-Diesel-Straße über die Straßenbahngleise.

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