Oberbürgermeisterin Gramkow und Baudezernent Dr. Friederdorff : Schwerin bekommt Wassersportzentrum

Das alte Klärwerksgelände soll Wassersportzentrum werden. Cordes
Das alte Klärwerksgelände soll Wassersportzentrum werden. Cordes

Mit der Entwicklung des alten Klärwerksgeländes will Schwerin gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: So soll im nördlichen Teil des Areals ein Wassersportzentrum entstehen.

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11. November 2010, 11:46 Uhr

Dieses könntemit einer großen Marina, einer Wassertankstelle, Versorgungseinrichtungen und einem zentral gelegenen Stellplatz für Wohnmobile auf einen Schlag mehrere Defizite in der touristischen Infrastruktur der Landeshauptstadt beseitigen . Die Pläne dafür haben Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und Baudezernent Dr. Wolfram Friederdorff vorgestellt.

"Das Thema Caravan-Stellplatz beschäftigt uns seit langem", berichtete Frie ders dorff. Die Varianten Krösnitz und Nordufer des Lankowers Sees hätten sich nach intensiver Prüfung vor allem aus Kosten- und Naturschutzgründen als nicht empfehlenswert erwiesen. "Nach Abwägung, welcher der untersuchten Standorte am besten geeignet wäre, schlagen wir für die Ausweisung eines zentralen Wohnmobil-Stellplatzes die nördlichen Flächen des ehemaligen Klärwerks vor. Dort steht ein 13 000 Quadratmeter großes Areal zur Verfügung, dessen Verwendung allerding in Zusammenhang mit der Entwicklung der Gesamtfläche betrachtet werden muss", erläuterte der Baudezernent. Dabei wiederum könne sich die Stadt auf die Empfehlungen des regionalen Wassertourismus-Konzepts stützen. Dies sieht für das derzeit brach liegende Gelände maritime Nutzungsstrukturen vor.

Die Verwaltung schlägt deshalb vor, rasch ein so genanntes Interessenbekundungsverfahren durchzuführen. "Wir wollen die anschließende Ausschreibung möglichst offen gestalten, so dass sich gegebenenfalls mehrere Investoren aus der Region zusammenschließen können", erläuterte Frieders dorff. Und Interessenten gebe es bereits, berichtete er.

Die Stadtverwaltung empfiehlt, im Einklang mit dem regionalen Wassertourismus-Konzept für das neue Schweriner Wassersportzentrum zunächst nur den nördlichen Teil des alten Klärwerksgeländes zu nutzen. Dieser befindet sich in uneingeschränkter Verfügung der Kommune und bietet ausreichend Platz für die geplanten Einrichtungen sowie für Ferienwohnungen. Bei entsprechend großer Nachfrage könnte dann später auch des südliche Teil in die Entwicklung einbezogen werden. Bis dahin sollen juristische Fragen im Zusammenhang mit einem bestehenden Leasing-Vertrag geklärt werden.

"Wassertourismus und Wohnmobil-Stellplatz an einem Ort zu konzentrieren, macht Sinn, weil so die Infrastruktur gemeinsam genutzt werden kann und die Attraktivität des Standortes wächst", fasste OB Gramkow zusammen.

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