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Seit Monaten prüft die Deutsche Bahn AG eine Anfrage der Stadt : Schwaan bangt um Bahnhofspläne

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Muss Schwaan um seine Pläne von einem Verkehrsverknüpfungspunkt vor dem Bahnhof bangen? Noch gibt es keine klare Antwort. Doch Sorgen macht man sich schon.

Muss Schwaan um seine Pläne von einem Verkehrsverknüpfungspunkt vor dem Bahnhof bangen? Noch gibt es keine klare Antwort. Doch Sorgen macht man sich schon, da die Deutsche Bahn AG seit Monaten die Sachlage prüft, ohne konkrete Ergebnisse zu nennen. "Wir möchten nicht falsch verstanden werden", sagt Kathrin Luckmann, in der Stadtverwaltung für Liegenschaften zuständig. Natürlich habe das große Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin ganz andere Aufgaben im Blick, als sich nur um die Belange im kleinen Schwaan in Mecklenburg zu kümmern. Dennoch hätte man an der Warnow doch schon ein paar Aussagen mehr.

Zur Erinnerung: Im Zuge der Kreisgebietsreform, die ab 5. September greift, plant die Kreisverwaltung in Bad Doberan gemeinsam mit der Stadt den Bahnhofsvorplatz als Umsteigepunkt vom Bus auf die Bahn und umgekehrt auszubauen. Schließlich wird es viele Pendler zwischen Güstrow und Bad Doberan geben. Schon heute ist Schwaan ein beliebter Zustiegsort für Berufspendler. Das sorgte auch immer wieder für Parkplatzprobleme im Bahnhofsbereich. Dafür sollen Pläne der Stadt aus den 1990er-Jahren wieder ausgerollt und aktualisiert werden (SVZ berichtete). Schwaan möchte das Areal kaufen, dann an die Küstenbus GmbH, einer 100-prozentigen Tochter des Landkreises, überschreiben. Die lässt den Vorplatz sanieren. Anschließend geht die Fläche wieder ins Eigentum der Stadt über (so die bisherigen Pläne). Wann diese umgesetzt werden können, steht aber noch nicht fest, so lange die Grundstücksfragen nicht abschließend geklärt sind.

Und das ist die größte Sorge in Schwaan. Im Dezember hatte man der Bahn die Kaufabsichten mitgeteilt. Dabei gehe es nicht nur um den Bahnhofsvorplatz, sondern auch um einen größeren Bereich entlang des so genannten schwarzen Weges mit den Eisenbahnergärten. Im Januar informierte die Bahn, dass man die Angelegenheit prüfen werde. Bekannt ist in Schwaan aber auch, dass die Bahn durch eines ihrer Tochterunternehmen das Bahnhofsgebäude von Schwaan verkaufen möchte. "Das Angebot im Internet wies dabei auch den Bereich des Bahnhofsvorplatzes mit aus", erzählt Luckmann. Mittlerweile sei das Angebot im Internet nicht mehr zu finden. Bürgermeister Peter Faix hatte im Februar in der Stadtvertretung berichtet, dass es einen Kaufinteressenten geben soll, mehr aber nicht wüsste. Sie könne zwar verstehen, dass die Bahn natürlich auch das Haus veräußern möchte, sagt Luckmann. Doch andererseits könne die Stadt ohne das Grundstück vor dem Bahnhofsgebäude ihre Pläne nicht umsetzen.

Schwaan argumentiert so: Die Bahn müsste doch durchaus interessiert sein, dass der Bahnhofsvorplatz gestaltet wird, auf dem viele Bahnreisende u.a. viele Parkmöglichkeiten finden, sowie auf dem Busse halten können, die Kunden bringen. "Schließlich will die Bahn noch in diesem Jahr viel Geld für Bahnsteige und den Tunnel investieren", erklärt Kathrin Luckmann. Für den gestalteten Vorplatz muss die Bahn nicht einmal Geld einsetzen, sondern würde für den Verkauf noch Geld bekommen.

Eine SVZ-Anfrage an die Bahn blieb bis gestern unbeantwortet.

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erstellt am 03.Jun.2011 | 08:41 Uhr

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