Laage: Im „RecknitzCampus“ fehlen für die Orientierungsstufe Räume : Schulstreit: Atrium oder Anbau

Zwischen den beiden Schulhäusern des'RecknitzCampus' könnte ein Anbau das Raumproblem lösen.Regina Mai
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Zwischen den beiden Schulhäusern des"RecknitzCampus" könnte ein Anbau das Raumproblem lösen.Regina Mai

Zwei neue Schulhäuser und ein saniertes Gebäude werden in Laage vom "RecknitzCampus" genutzt. Der Containerbau steht seit Beginn des Schuljahres leer. Nun fehlen in der Schule Räume.

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27. Dezember 2010, 11:19 Uhr

Wie das Problem gelöst werden kann, so informierte Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst jüngst die Stadtvertreter, darüber sei jetzt eine Diskussion entbrannt. Eine Variante wäre ein Anbau zwischen dem Haus der ehemaligen Regionalschule und dem ehemaligen Gymnasium anstatt des geplanten Atriums. "Beides wird nicht gehen", sagt Lochner-Borst mit Blick auf die Finanzlage der Stadt.

"Unsere räumliche Situation steht im Widerspruch zu unserem Schulkonzept, zu unserer pädagogischen Ausrichtung", stellt Schulleiterin Brit Kaleun fest. Für die Schüler der Orientierungsstufe (Klassen 5 und 6) sei zu wenig Platz, um sie angemessen entwickeln zu können. "Wir wollen auch Werte, Normen und Regeln vermitteln", betont Kaleun. Man buttere viel in die Orientierungsstufe, brauche dafür aber bestimmte Bedingungen. Auch wolle man die Klassen möglichst klein halten. "Es ist in den vergangenen Jahren viel möglich gemacht worden. Wir haben drei neue Schulen. Dafür sind wir dankbar. Wir wünschen uns auch das Atrium, aber die zur Verfügung stehenden Mittel sind begrenzt", sagt die Schulleiterin und ist sich im Klaren darüber, dass es eine Gradwanderung zur Entscheidung Atrium oder Anbau ist. Es sei ein sensibles Thema, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht weiter vertiefen möchte.

Die acht Klassen der Orientierungsstufe waren bis zum Sommer im Containerbau untergebracht. Zum Teil werden sie jetzt im neuen Schulhaus unterrichtet. Die Container, so Kaleun, seien technisch stark verschlissen, hätten ihr Verfallsdatum längst überschritten - würden also keine Perspektive mehr darstellen.

Ein Planentwurf, der die beiden Schulhäuser verbinden würde, liegt bereits vor, informiert Lochner-Borst. Sie favorisiere aber den Bau des Atrium. Dadurch werde ein vielfach nutzbarer Raum geschaffen. Außerdem könnten durch Brandschutzmaßnahmen, die noch zu erledigen sind, im Keller des Gymnasiums weitere gemeinschaftlich nutzbar Räume entstehen, erklärt die Bürgermeisterin. Ihrer Auffassung liege ein langfristiger Blick auf die Schullandschaft in Laage zugrunde. "Jetzt haben wir gute Schülerzahlen und das wird auch noch einige Zeit so bleiben", denkt Lochner-Borst, fragt sich aber, was man anderen hinterlassen darf. Die demografische Situation werde dazu führen, dass in 15 bis 20 Jahren die Schülerzahlen wieder deutlich sinken werden. Deshalb müssten beide Varianten diskutiert werden. Schule, Stadtvertretung und Verwaltung obliege es, eine gute Lösung zu finden.

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