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Dömitz und Stavenhagen vertreten MV : Schulbotschafter reisen nach Berlin

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Schulen aus Dömitz und Stavenhagen vertreten Mecklenburg-Vorpommern ab heute in Berlin auf dem 8. Ganztagsschulkongress. Das zweitägige Treffen gilt als bundesweit größter Erfahrungsaustausch.

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erstellt am 04.Nov.2011 | 11:10 Uhr

Schulen aus Dömitz und Stavenhagen vertreten Mecklenburg-Vorpommern ab heute in Berlin auf dem 8. Ganztagsschulkongress. Sein Thema „Ganztagsschule verändert“. Das zweitägige Treffen gilt als bundesweit größter Erfahrungsaustausch aller, die mit Ganztagsschulen zu tun haben oder haben wollen. Neben Lehrern, Schülern und Eltern werden Bildungsforscher und -verwalter erwartet. „Das Interesse ist enorm, auch in diesem Jahr waren die 1200 Teilnehmerplätze innerhalb weniger Stunden restlos vergeben“, sagt Michael Thoß, Leiter der Serviceagentur „Ganztätig lernen“ in Waren. Seit 2004 bietet das Büro Auskunft, Beratung und Fortbildung rund um das Konzept der Ganztagsschule. Es sieht über den Lehrplan hinaus Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten vor. An einer gebundenen Ganztagsschule beispielsweise ist an mindestens drei Tagen in der Woche ein Lehrangebot von 7 Zeitstunden vorgeschrieben.
„Der Weg zur Ganztagsschule ist ein Prozess der Umgestaltung, der alle Beteiligten einbeziehen muss“, beschreibt Michael Thoß und nennt Lehrer, Schüler, Eltern bis hin zum Schulträger, der den Schülerverkehr zu organisieren hat. Darum sei jeder Erfahrungsaustausch ein Schritt zur Weiterentwicklung. Mit den Botschaftern aus Dömitz stellt sich in Berlin ein Schulzentrum vor, das alle Schulformen vereint. Seit 2006 arbeiten Grund- und Regionalschule, allgemeine Förderschule und Gymnasium zusammen. Auch auf dem Campus Stavenhagen sind Kooperative Gesamtschule, Regionalschule und Gymnasium zu finden. „Dort ist in den vergangenen Jahren ein weitverzweigtes Netz von Kooperationspartnern entstanden“, sagt Michael Thoß.
Zu den Problemen, die Ganztagsschulen beschäftigen, zählt immer wieder die Zeit, die Lehrern für Angebote über die Pflichtstunden hinaus gewährt wird. Ebenso wie das Geld, das für Honorare und Kooperationspartner benötigt wird. Der neue Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) sprach gegenüber unserer Redaktion von einer „Unterfinanzierung“ in dem Bereich. Dennoch betont er: „Wir wollen die Ganztagsschule, auch wenn sie teuer ist.“

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