Filmprojekt an Schweriner Schule : Schüler schnappen fiesen Entführer

Kurz vor der Präsentation des eigenen Film-Krimis von 'Sie habe ich nicht gemeint': Julia, Lea, Jana und Niklas (v.l.) schauen sich mit Tobias Neumann das fertige Werk an.Reinhard Klawitter
Kurz vor der Präsentation des eigenen Film-Krimis von "Sie habe ich nicht gemeint": Julia, Lea, Jana und Niklas (v.l.) schauen sich mit Tobias Neumann das fertige Werk an.Reinhard Klawitter

Seit dem Herbst wird an der Astrid-Lindgren-Schule in Schwerin ein Projekt realisiert. Das Ergebnis, ein Film-Krimi. Der Filmdreh soll Spaß machen und die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen fördern.

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06. Mai 2013, 10:02 Uhr

Wer sich in den modernen Medien auskennt, der kennt auch ihre Gefahren, weiß damit umzugehen und bewegt sich im weltweiten Netz relativ sicher. So lautet jedenfalls ein Ansatz von Sozialarbeiter Tobias Neumann, der in der Jugendbildung, Schwerpunkt Medien, arbeitet. Angestellt ist er bei der Evangelischen Jugend und ist an verschiedenen Schulen und im Jugendtreff Wüstenschiff aktiv. Seit dem Herbst bietet er auch an der Astrid-Lindgren-Schule ein Projekt an. Das Ergebnis, ein Film-Krimi mit dem Titel "Sie habe ich nicht gemeint" wird morgen den Eltern und allen anderen Interessierten präsentiert. Um 18 Uhr geht es los im Medienraum der Lindgrenschule. Outtakes sowie Geschichten rund um Dreh und Drehbuch sind natürlich inbegriffen. Demnächst soll der Film, den auch die RAA gefördert hat, im Internet auf Youtube und im offenen Kanal "Fernsehen in Schwerin" zu sehen sein.

Die Geschichte, die die Schüler zusammen mit Tobias Neumann verfasst haben, erinnert an die "Drei Fragezeichen": Ein Kredithai entführt Herrn Müller, weil der seine Schulden nicht pünktlich zurückzahlt. Schüler finden und befreien den armen Mann, die Polizei macht dabei nur eine mäßig gute Figur. Gefoltert wird Herr Müller übrigens durch das Geräusch, das eine Gabel macht, wenn sie immer wieder an einem Blumentopf entlanggezogen wird. "Ihn zwei Stunden lang Teletubbies gucken zu lassen, war eine andere Idee", erzählt Julia, die im fertigen Film eine Kauffrau mimt. Zusammen mit Lea, Niklas, Julia und anderen Schulkameraden hat die Fünftklässlerin vor und hinter der Kamera gearbeitet und dabei viel Spaß gehabt. Alle würden im nächsten Jahr gerne mit der Medien-AG weitermachen. Ob sie allerdings nach der Schule in der Branche bleiben, das wissen sie heute noch nicht. Niklas könnte sich durchaus vorstellen, Schauspieler zu werden, aber auch Formel-I-Pilot oder Feuerwehrmann stehen aktuell zur Berufs-Auswahl.

Zu Hause ist bei den meistens der beteiligten Fünftklässler der Medienkonsum übrigens strikt geregelt. Einen eigenen Computer haben noch die wenigsten. Wenn sie dereinst einen bekommen und damit auch eigene Profile in den sozialen Netzwerken erstellen, dann sind sie besser gewappnet, ist Tobias Neumann sicher. Seine Tipps: Gerade mit dem eigenen Namen und eigenen Bildern sollte man im Netz vorsichtig umgehen. Medienkompetenz, so Neumann, sei der Schlüssel gegen viele Probleme.

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