Schock für Eltern: Schüler verunglückt

Schock für Schweriner Eltern und Schüler: Der Tagesausflug von Jugendlichen der Erich-Weinert-Schule fand gestern Abend ein tragisches Ende. Auf der Rückfahrt verunglückte ihr Bus auf der A 24 schwer. Nach bisherigen Informationen unserer Zeitung wurden 20 Insassen verletzt, zwei davon schwer.

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23. April 2008, 09:57 Uhr

Schwerin/Putlitz - Es war gegen 16.50 Uhr, als bei der Leitstelle Prignitz gestern die Meldung über einen Busunfall auf der Autobahn 24 nahe der Anschlussstelle Putlitz einlief. Die Einsatzkräfte erlebten ein Bild des Schreckens. „Als wir an der Unfallstelle eintrafen, bot sich uns ein totales Chaos. Viele Schüler liefen kreuz und quer auf dem angrenzenden Getreidefeld, zwei Personen waren im Bus eingeklemmt“, sagt Thomas Lesker von der Sadenbecker Feuerwehr. Laut Polizei war der Bus mit 66 Schülern der Erich-Weinert-Schule, drei Betreuern und dem Busfahrer auf der Heimfahrt von der Gedenkstätte Sachsenhausen verunglückt. Die 14- bis 16-jährigen Schweriner hatten einen Tagesausflug unternommen.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Bus kurz hinter der Anschlussstelle Putlitz auf einen haltenden Schilderwagen aufgefahren. Der Aufprall sei so stark gewesen, dass der Lkw-Anhänger mit der Warntafel und dem Blinklicht völlig zerstört und der Bus gegen die Mittelleitplanke geschleudert wurden.
Rettungshubschrauber flog zwei Schwerverletzte ausEin Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten kam bei der Bergung der 20 Verletzten und der Betreuung der Schüler zum Einsatz. Zwei Schwerverletzte, darunter der Busfahrer, wurden mit dem Rettungshubschrauber aus Neustrelitz in ein Krankenhaus gebracht. Die Sondereinsatzgruppe des Katastrophenschutzes richtete in Putlitz eine Sammelstelle für die unverletzten Personen ein. Dort war für Essen und Getränke, für Decken und die Notfallseelsorge gesorgt. Feuerwehrfahrzeuge übernahmen den Transport.
Auch der Leiter der Erich-Weinert-Schule hatte sich auf den Weg zur Unfallstelle gemacht, um sich selbst vor Ort ein Bild zu machen und seine Schüler nicht allein  zu lassen. Ihm fehlten am Unglücksort auf der A 24 jedoch zunächst die Worte.
Zur Unfallursache konnte die Polizei gestern Abend noch keine Angaben machen. Die Unfallstelle soll jetzt gründlich untersucht und auch der Fahrtenschreiber des Busses ausgewertet werden.

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