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Klein Belitz und Rosenow/Lübzin : Schnelles Internet lässt noch auf sich warten

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Schon längst sollten die Klein Belitzer superschnell über die Datenautobahn flitzen können. Doch die schnelle Internetverbindung ist noch immer nicht im Dorf angekommen. Der Grund....

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erstellt am 03.Mär.2011 | 11:05 Uhr

Schon längst sollten die Klein Belitzer superschnell über die Datenautobahn flitzen können. Doch die schnelle Internetverbindung ist noch immer nicht im Dorf angekommen. Der Grund: Der Netzbetreiber, der in Klein Belitz und Selow den Zuschlag bekam, hat noch immer keine geeigneten Standorte für die Funktürme gefunden. Denn die Gemeinde erhält das schnelle Internet per Mobilfunk. "Doch bis Ende Mai soll das Problem gelöst sein", erklärte Bürgermeisterin Ingrid Pleines auf der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend.

Eine solche Funklösung ist auch für die Warnower Ortsteile Rosenow und Lübzin vorgesehen. Denn da bei Witzin ein Funkturm steht, dessen Ausstrahlung bis nach Rosenow/Lübzin reicht, sei die Sache für das Gebiet erstmal erledigt, erläuterte Birgit Wilde vom Amt Bützow-Land den Gemeindevertretern. "Überall, wo LTE (schnelles Internet per Mobilfunk - d. R.) ausgebaut ist, gelten die Gebiete als versorgt", sagt sie.

Je weiter ein Gebiet vom Funkturm entfernt ist, desto schlechter sei jedoch der Empfang, weiß Wilde. Nur wenn sich herausstellen sollte, dass der Funk-Empfang für die Rosenow/Lübziner Ecke nicht ausreicht, könne man einen Antrag auf eine Verkabelung für diesen Bereich stellen. Volker Frenz, der in Rosenow wohnt, kündigte an: "Sollte es per Funk in Rosenow/Lübzin nicht funktionieren, dann müssen wir eben Druck machen."

Eine "Kabel-Lösung" ist dagegen für Warnow in Sicht. Nachdem die Gemeinde 2009 ein erstes Angebot für ein Kabel gebundenes Internet aus Kostengründen und weil dabei die Ortsteile außen vor blieben, abgelehnt hatte, hatte der Zweckverband "Elektronische Verwaltung MV" Ende 2010 eine zweite Ausschreibung gestartet. Jedoch nur für Warnow, weil ja die Rosenower Ecke per Funk versorgt werde. Da sie keine andere Chance auf eine Lösung sehen, beharrten die Gemeindevertreter nun nicht mehr auf ihrem früheren Standpunkt "Alle oder keiner". Sie wollen das schnelle Internet per Kabel, auch wenn dies nur für Warnow allein möglich ist.

"Wir müssen das so machen, sonst kriegen wir gar nichts", so Gemeindevertreter Lutz Ritter. Und Wolfram Wappler meinte: "Wir haben lange genug gepokert um eine Kabellösung. Jetzt sollen wir sie kriegen, dann müssen wir auch zuschlagen".

Die Warnower stimmten also dem Vorschlag des Zweckverbandes zu. Danach wird jetzt ein Förderantrag beim Land für die Verkabelung eingereicht. Wenn dann der genehmigte Antrag bei der Telekom eintrifft, dauere es etwa ein Jahr, bis alles installiert ist, schätzt Birgit Wilde.

Auf die Umsetzung des Projektes wartet man auch in Steinhagen. Dort wurden bereits im September 2010 die Eigenmittel von der Gemeinde freigegeben. Im Sommer werden wohl die Arbeiten ausgeführt. Also auch dort müssen sich die Internetnutzer noch ein wenig gedulden.

In Zepelin zieht das schon wieder ganz anders aus. Dort steht die Umsetzung des Projektes kurz vor der Fertigstellung. "Im April wird wohl dort der Anbieter dann verstärkt im Dorf Werbung betreiben", sagt Birgit Wilde.

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