zur Navigation springen

Gemeindevertreter hoffen auf Fördergelder : Schlagsdorfer wollen Badesteg

vom

Die Einwohner von Schlagsdorf und umliegenden Gemeinden können voraussichtlich ab dem kommenden Jahr wieder auf mehr Badespaß im Mechower See hoffen.

svz.de von
erstellt am 26.Jul.2011 | 11:29 Uhr

Die Einwohner von Schlagsdorf und umliegenden Gemeinden können voraussichtlich ab dem kommenden Jahr wieder auf mehr Badespaß im Mechower See hoffen. So streben Gemeindevertreter von Schlagsdorf die Errichtung eines Badesteges an und fassten einen Beschluss, um Fördermittel generieren zu können. Der Eigenanteil für die Gemeinde würde sich derzeit auf 14 700 Euro belaufen. Strittig ist, was für eine Steganlage dort genau errichten werden soll. Denn die Gemeinde möchte nach Möglichkeit Kosten senken und liebäugelt mit einer günstigeren Variante.

Momentan im Gespräch ist ein 25 Meter langer und 2,5 Meter breiter Schwimmsteg aus verzinktem Stahl. Für den Auftrieb der Anlage soll Kunststoff innerhalb der Metallummantelung sorgen. "Das ist eine erste Vorstellung, die wir in Angriff genommen haben. Über Details kann man weiter reden", sagte gestern Dirk Groth vom Amt Rehna. Nach seinen Angaben ist zwischen Ufer und Schwimmsteg auch eine einklappbare Brücke geplant, um Frostschäden in den Wintermonaten verhindern zu können.

Verschnupft zeigten sich Gemeindevertreter über die Zuarbeit durch das Amt Rehna. "Es ist eine ganz schlechte Manier, uns fünf Minuten vor Beginn der Sitzung so etwas zur Beschlussfassung zu offerieren. Wir müssen eine Gelegenheit haben, das durchzuarbeiten und uns über den Preis zu unterhalten", sagte Gemeindevertreter Michael Schöne. Ähnlich sah es Dirk Fröhling: "Es ist mal wieder richtig ,nett dass wir das so als Tischvorlage erhalten, obwohl Zeit genug war, um das vorzubereiten. Denn wir hatten schon vor Monaten besprochen, dass am Mechower See wieder eine Steganlage hin soll." Dabei müsse es sich nicht unbedingt um einen Schwimmsteg handeln. Zumal es deutlich günstigere Varianten bereits gegeben habe.

Dass noch in diesem Jahr eine neue Steganlage am Mechower See gebaut wird, ist aus Sicht der Kämmerei eher unwahrscheinlich. "Das Jahr ist zwar erst zur Hälfte rum, aber es ist derzeit nicht erkennbar, dass sich an der Haushaltssituation grundlegend etwas ändert. Von daher wird das Geld mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zur Verfügung stehen", verdeutlichte Detlev Oberpichler vom Amt Rehna.

Zahlreichen Schlagsdorfern brennt das Thema Badesteg wie kein zweites unter den Nägeln. "So viele Schlagsdorfer, die mich dazu angesprochen haben, gab es noch nie. Wenn wir nicht reagieren, ist die Badestelle bald zugewachsen", sagte Gemeindevertreter Peter Kofahl. Um Eigenmittel trotz angespannter Haushaltslage aufbringen zu können, brachte Kofahl eine Spendenaktion ins Spiel. Es gebe Einwohner, die würden Geld dazu geben, damit am Mechower See wieder ein Steg gebaut werden kann. Kofahl erinnerte auch daran, dass sich die erste Gemeindevertretung einst viel Ärger wegen der Badestelle eingehandelt habe. "Wir waren froh, dass wir einen Steg hatten und müssen das jetzt erhalten", so Kofahl.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen