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Gebäude der Karenzer Einrichtung wird nicht geschlossen : Schimmelsuche in gesamter Kita

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"In dem Gebäude wurde Schimmelbefall erkannt", bestätigt der Verwaltungschef die Mitte des Monats geäußerten Vorwürfe des Trägervereinsvorsitzenden Tambach gegenüber der Gemeindevertretung.

svz.de von
erstellt am 27.Jul.2011 | 11:26 Uhr

Die mit Schimmelpilzen belastete Kindertagesstätte "Kinderland" in Karenz bleibt weiterhin für die Betreuung der insgesamt 36 Kinder geöffnet. Allerdings werde die soziale Einrichtung in Trägerschaft eines Vereines nun vom zuständigen Fachdienst des Landkreises überwacht, es werde regelmäßig und in kurzen Abständen Kontrollen geben, informierte gestern der stellvertretende Landrat Christopher Pöschke im Gespräch mit der SVZ. Damit solle auch gewährleistet werden, dass der Eigentümer des 150 Jahre alten Gebäudes, die Gemeinde Karenz, bis Jahresende einen dauerhaften Schutz vor den gesundheitsgefährdenden Sporen garantieren könne.

Schimmelbefall an zwei Stellen bestätigt

"In dem Gebäude wurde an zwei Stellen Schimmelbefall erkannt", bestätigt der Verwaltungschef die Mitte des Monats geäußerten Vorwürfe des Trägervereinsvorsitzenden Steffen Tambach gegenüber der Gemeindevertretung. Jedoch: "Der Schimmelbefall hat nicht die Ausmaße, die zum Entzug der Betriebserlaubnis berechtigen", so Pöschke.

Die ganze Angelegenheit sei seit einem Ortstermin vorgestern mit Vertretern des Gesundheitsamtes, dem Karenzer Bürgermeister Willfried Pagung und der Kita-Leitung einvernehmlich im Fluss, ordnete Pöschke das Treffen als richtunggebend ein.

Komplettes Gebäude wird untersucht

Der Kern dieses regelnden Gespräches beinhaltet, dass eine Projektierung, also eine Untersuchung der Gebäudesubstanz, kurzfristig auf den Weg gebracht wird. Der stellvertretende Landrat unterstrich in dem Gespräch insbesondere die Bereitschaft des Karenzer Bürgermeisters, für eine komplette Beseitigung der Schadstellen einzutreten und sich, wie auch der Vorsitzende des Trägervereins, für eine weitere Nutzung des Gebäudes stark zu machen.

Diese Projektierung durch einen Gutachter könnte aber durchaus auch unüberwindbare finanzielle Hindernisse mit sich bringen: Nicht allein die umfangreiche Untersuchung muss bezahlt werden, auch die Folgemaßnahmen bedürfen sicherlich eines größeren finanziellen Aufwands, denkt Pöschke an die denkbar knappen Haushaltsmittel der Gemeinde Karenz. Dafür müsse wohl ein Nachtragshaushalt herhalten. Sei jedoch absehbar, dass die Summe den wirtschaftlich vertretbaren Rahmen sprenge, dann sei der Landkreis als Rechtsaufsichtsbehörde in der Pflicht und müsse eine Lösung finden.

Die könnte im schlimmsten Fall so aussehen, dass die Kita-Betreiber sich nach einer neuen Betreuungseinrichtung umsehen müssten. Doch bislang bestünde kein Grund zur Sorge, das der Fall der Fälle eintrete, lautet die beruhigende Ausführung vom stellvertretende Landrat. Der Schimmelbefall sei nach Inaugenscheinnahme lokal begrenzt. Es gebe zudem zahlreiche Möglichkeiten den Befall abzuschotten, zu isolieren und schlussendlich auch zum Absterben zu bringen. Einen Sachverhalt stellte der stellvertretende Landrat besonders heraus: "Es gibt keine Gründe an der kompetenten Betreuung durch die Erzieherinnen zu rütteln."

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