zur Navigation springen

Internationale Schule startet mit eigenem Standort in Güstrow : Schild geputzt - "ecolea" kann loslegen

vom

Die Internationale Schule „ecolea“ – bisher in Rostock und in Schwerin ansässig – wird um den Standort Güstrow erweitert: Ab 15. August wird der Unterrichtsbetrieb zunächst in den Klassenstufen 5 bis 7 aufgenommen.

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2011 | 05:29 Uhr

Güstrow | "Uns geht es sehr gut, das Schild ist geputzt, unsere Fahne flattert im Wind. Wir können loslegen", sagt Petra Pauli-Klinkel, Geschäftsführerin der "SeminarCenterGruppe Schwerin/Rostock", die in Güstrow am 15. August die Internationale Schule "ecolea" eröffnet. 71 Schüler in den drei Klassen 5 (24 Schüler), 6 (26) und 7 (21) starten damit in ein neues Bildungszeitalter in der Barlachstadt. Denn die Schule will in den nächsten Jahren bis zu einer privaten Schule "aufwachsen", wie es Petra Pauli-Klinkel erklärt, in der das Abitur angeboten wird. Im Schuljahr 2012/13 sollen es fünf Klassen sein, im Schuljahr 2013/14 schon sieben.

"ecolea" hat aber nach ihrer Ansicht schon jetzt einen guten Start hingelegt, ohne Vorschlusslorbeeren zu verteilen. Denn man habe so viele Anmeldungen, gehabt, dass man auswählen musste. Hier sei aber auch der Hintergrund, dass "ecolea" Güstrow mit der Genehmigung durch das Schweriner Kultusministerium ein eigener Standort geworden ist. Der Wunsch war die Einstufung als Außenstelle von "ecolea" Rostock. Das hätte eine sofortige Förderung durch das Land - 85 Prozent der Personalkosten pro Schüler an einer staatlichen Schule - bedeutet. "Dieses Geld muss jetzt aus dem Unternehmensverband der ,SeminarCenterGruppe vorgeschossen werden und erst nach drei Jahren stehen uns die Landeszuschüsse zu", so Pauli-Klinkel. "Das haben wir aber auch in Schwerin und Rostock geschafft. Daher wissen wir, was wir zu leisten haben. Das sind z.B. über 4000 Euro pro Schüler. Wir haben uns das alles gut durchgerechnet. Außerdem ist das Finanzierungskonzept Teil des Genehmigungsverfahrens", so Pauli-Klinkel. Die Eltern leisten ihren Anteil mit einem Monatsbeitrag von 200 Euro plus Jahres-Lehrmittelgeld von 60 Euro.

In Güstrow startet "ecolea", weil man durch das Baltic College in ein Gebäude in der Plauer Straße einzieht, das dem Unternehmen gehört. Im Baltic College Güstrow finden gegenwärtig die letzten Prüfungen statt. Dann ist der Standort endgültig Schwerin. "Zwei Standorte in unmittelbarer Nähe waren nicht zu realisieren", erklärt Petra Pauli-Klinkel den Rückzug aus Güstrow. Aber das sei letztlich auch schon Geschichte. Eine neue will die "SeminarCenterGruppe" jetzt mit "ecolea" Güstrow schreiben.

Die Voraussetzungen seien gut, sagt Pauli-Klinkel. Es gebe zehn engagierte Lehrer mit dem Leiter Wolfgang Rosenow an der Spitze, betont sie. Rosenow, der jahrelang bis zur Schließung das Barlachgymnasium führte, kehrt damit nach einem Jahr "ecolea" in Schwerin wie erwartet und vorgesehen in seine Heimatstadt zurück.

Ganztagsschule und bilingualer Unterricht

Umsetzen wird er mit seinem Team das "ecolea"-Konzept aus Schwerin und Rostock. Das baut auf dem Prinzip einer Ganztagsschule auf. "Wir bieten eine Betreuung von montags bis freitags von 7.30 bis 16.30 Uhr an. Unterricht ist bis 15 Uhr, danach folgt Freizeit. Gegessen wird beim Internationalen Bund in der Goldberger Straße. Dort haben wir einen Extra-Essenraum", erläutert Petra Pauli-Klinkel. Der Unterricht erfolgt bilingual. Pauli-Klinkel: "Das heißt ab Klasse 5 auch in Englisch. Der Stoff wird in Deutsch vermittelt, die Wiederholungsphase erfolgt in Englisch." Ab Klasse 6 gibt es die zweit Fremdsprache, Französisch oder Spanisch. "Spanisch ist im Augenblick aber der Renner", weiß Petra Pauli-Klinkel. Geplant werde Latein. "ecolea" garantiert eine individuelle Förderung der Kinder. "Sie sollen Spaß am Lernen haben, werden sich ausprobieren und sich selbst entdecken können", hebt die Geschäftsführerin hervor. Man werde dieses Konzept auch deshalb durchsetzen können, weil "wir individuell fördern können und alle Kollegen einen hohen Anspruch an sich selbst stellen".

Die materiellen Voraussetzungen schätzt Pauli-Klinkel ebenfalls als sehr gut ein. Alle Räume sind ausreichend, einige Umbauarbeiten z.B. für den Bio-Physik-Fachraum so gut wie erledigt. Außerdem sind Bücher und Möbel bestellt, darunter die Dreiecktische, die jeder Schüler erhält und die in einem flexiblen Klassenzimmer - der Name sagt es - dort hingestellt werden, wo es der Unterricht erfordert. Zu dem komplett neuen Mobiliar gehören ebenfalls funktionale Tafelsysteme.

Da noch nicht alles da ist, wirkt das Gebäude innen noch recht trist. Außer die vielen Bilder in den Fluren. "Sie stammen vom Kunstkurs des Brinckmangymnasiums", weist Petra Pauli-Klinkel alle Überlegungen zu einem Konkurrenzdenken zurück.

Offene Türen beim Sommerfest am 11. September

Bis Ende dieser Woche wird das Gelände eingezäunt. Der Schulhof wird nach und nach gestaltet. Ebenso der Freizeitbereich im Keller. "Da sollen auch die Schüler sagen, wie sie es gern hätten", erzählt eine gut gelaunte Petra Pauli-Klinkel. "Warum auch nicht", betont sie, "wegen uns kann es wirklich losgehen, wir freuen uns auf Güstrow", betont sie. In einem Sommerfest am 11. September werden sich die Türen der neuen Güstrower "ecolea"-Schule für alle Güstrower öffnen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen