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Schiffsexpedition sucht nach versunkenen Wäldern

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Auf die Suche nach versunkenen Wäldern und Resten steinzeitlicher Siedlungsplätze vor der deutschen Ostseeküste begibt sich am Dienstag von Rostock-Marienehe eine Expedition norddeutscher Unterwasserarchäologen. An Bord des Forschungsschiffs "Professor Albrecht Penck" vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde werde das Team in den nächsten elf Tagen mehrere Seegebiete vor Zingst, in der Wismarbucht sowie vor Ostholstein untersuchen, sagte eine Institutssprecherin am Montag.

Bei dem Vorhaben handelt es sich um die vorerst letzte geologisch-archäologische Forschungsreise im Rahmen des sogenannten SINCOS-Projekts (Sinking Coasts - Sinkende Küsten). In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützten Projekt untersuchen die Experten zusammen mit Botanikern, Klimaforschern und Zoologen die Sedimentschichten früheres Küstenareale, die nach der letzten Eiszeit versunken waren.

In den vergangenen Jahren hatten die Wissenschaftler unter anderem auf dem Meeresboden der Wismarbucht mehr als 20 Fundplätze mit Steinartefakten, Feuersteinklingen sowie Holz- und Knochenwerkzeugen von 8000 Jahre alten menschlichen Siedlungen entdeckt. Aus den Boddengewässern vor der Insel Rügen bargen sie unter anderem Werkzeuge aus Tierknochen sowie Fischreste, die Jäger und Sammler vor 6500 Jahren hinterlassen hatten.

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erstellt am 14.Apr.2009 | 10:27 Uhr

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