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Verwildert: Güstrower Säuglingsheim : Schandfleck fristet trostloses Dasein

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erstellt am 12.Jan.2011 | 12:11 Uhr

Güstrow | Zugenagelte oder zerstörte Fenster, das Grundstück total verwahrlost: noch immer ist das alte Säuglingsheim in der Goldberger Straße in Güstrow ein Schandfleck. Seit Jahren liegt die Immobilie in bester Lage brach, seit Jahren sucht der Betrieb für Bau und Liegenschaften, der Grundstücke des Landes verwaltet und für die Unterbringung der Landesbehörden und Dienststellen in geeigneten Liegenschaften sorgen soll, nach einer Nutzung für das Gebäude. Doch passiert ist bisher nichts.

"Es gibt Bewegung beim ehemaligen Säuglingsheim, die Beplanung läuft", sagt hingegen Torsten Eichler, Verwaltungsleiter der benachbarten Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege MV, die das Gebäude unbedingt in ihren Lehrbetrieb einbinden möchte. "Wir sind am Ende unserer Kapazitäten, brauchen unbedingt neue Räume", so Eichler. Da kämen die knapp 2000 Quadratmeter des alten Säuglingsheims gerade richtig. Aufgrund gestiegener Studentenzahlen benötigt die Verwaltungsfachhochschule dringend neue Büro- und Seminarräume. 730 Studierende gibt es hier aktuell.

Wie schon vor einem Jahr sind die Arbeiten an einem Entwicklungskonzept für die gesamte Liegenschaft der Verwaltungsfachhochschule, in das auch das alte Säuglingsheim integriert ist, aber immer noch nicht abgeschlossen. "Solange daran gearbeitet wird, können keine konkreten Maßnahmen erfolgen", so Eichler. Wann das Konzept endlich fertig sei, könne er nicht sagen. "Diese Prozesse brauchen Zeit", sagt Eichler. Zudem seien zur Sanierung des alten Säuglingsheims erhebliche Mittel notwendig. Es gehe um Millionenbeträge.

Auf SVZ-Nachfrage hieß es gestern beim Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung MV: "Der Entwurf eines Entwicklungskonzeptes für die Verwaltungsfachhochschule wird aktuell in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit der Fachhochschule beraten." Ein Ende ist hier noch nicht abzusehen.


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