Sand im Tank statt Asphalt auf der Straße - Unbekannte beschädigen Straßenbaumaschine

Am Dienstag sollte die Asphaltiermaschine zwischen Stern und Auguststraße in Wittenberge die abschließenden Schwarzdeckenschicht auftragen. Daraus wurde nichts.

Unbekannte hatten in der Nacht zu gestern das viele tausend Euro teure Gerät außer Betrieb gesetzt.

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28. Oktober 2008, 08:08 Uhr

Wittenberge - „Als ich gestern früh hier ankam, habe ich es gleich gesehen. Der Deckel ist nicht auf dem Einfüllstutzen.“ Im ersten Moment haben sich Mike Hallmann und seine Kollege gewundert. Dann haben sie begriffen, was hier in der Nacht losgewesen sein muss. Denn rings um das Tankrohr liegt Sand verstreut. „Feiner Sand mit vielen Schwebeteilchen“, sagt Hallmann.

Er zerreibt etwas von dem feinen Gemisch zwischen seinen Fingern. Das Material sei so fein, erklärt der Techniker, dass die Filter es nicht zurückhalten. Große Mengen dieses Sandes müssen Unbekannte in der Nacht zu gestern in den Tank gefüllt haben, nachdem sie die Deckel aufgebrochen hatten. „Wenn wir jetzt fahren, machen wir uns den Motor kaputt.“

An den Asphaltermin ist an diesem Morgen nicht zu denken. Aus Pritzwalk ist ein Tieflader geordert. Er wird das rund 24 Tonnen schwere Straßenbaugerät aufladen und nach Perleberg bringen, wo der Tank gespült wird. Zeitverzug, auch auf anderen Baustellen, ist die Folge. Wer hat sich in der Nacht beim Schein der Straßenlaternen an den Baugeräten – bei der Walze wurden beide Türen aufgebrochen – zu schaffen gemacht? „Wir ermitteln“, sagt die Polizei. Eine Spur gebe es noch nicht.

Die beschädigte Asphaltiermaschine ist nicht das einzige Vorkommnis dieser Art in jener Nacht. Gestern früh informierten Mitarbeiter aus dem Rathaus die Polizei, dass Unbekannte sämtliche Schaukästen im Eingangsbereich aufgebrochen hätten. Die Aushänge wurden zerstört bzw. durcheinander gebracht.

Mit Sorge reagieren die Mitarbeiter im Ordnungsamt auf die Vorfälle, sagt Mitarbeiter Peter Wick. Zumal erst am Wochenende über 20 Sachbeschädigungen in der Stadt festgestellt worden waren. Die Bürgerhelfer werden intensiv die Augen offen halten.

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