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Am 5. Februar Auftritt in Schwerin : Rundumschlag: Atze Schröder holt aus

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Mit Atze Schöder droht den Schwerinern ein heftiger Angriff auf ihre Lachmuskeln. Der Träger des Deutschen Comedypreises kommt am 5. Februar in die Sport- und Kongresshalle. Redakteurin Juliane Haendschke sprach mit ihm.

Mit Atze Schöder droht den Schwerinern ein heftiger Angriff auf ihre Lachmuskeln. Der Träger des Deutschen Comedypreises kommt am 5. Februar in die Sport- und Kongresshalle. SVZ-Redakteurin Juliane Haend schke sprach mit ihm über Schmerzgrenzen und seine sensible Seite.

Sie wollen es also ausgerechnet im Februar mit der angeblichen Unterkühltheit von 5000 Norddeutschen aufnehmen?

Atze Schröder: Ich habe mir schon einmal eine Winterjacke in Schwerin gekauft. Außerdem werde ich sehr viel Wärme und Zuneigung im Gepäck haben. Ich befinde mich zurzeit auf meiner Previewtour und bin mir mit meinem Programm "Schmerzfrei" todsicher.

Wer muss sich bei Ihrer Vorstellung besonders warm anziehen bzw. schmerzfrei sein?

Es wird ein Rundumschlag, allerdings werde ich trotz aller Frechheiten sehr charmant bleiben. Ein Thema wird die Volkskrankheit Burnout werden, unter der vor allem die deutsche Hausfrau leidet. Allerdings werden die Hausfrauen bei mir zu Heldinnen.

Woher kam der Anreiz zum Programm schmerzfrei?

Ich stürze mich meist auf Themen, die die Deutschen aktuell beschäftigen. Zurzeit scheint den meisten alles egal zu sein. Mit dem Ergebnis, dass angeblich neun Millionen Menschen unter Burnout leiden. Und der Rest ist alkoholkrank.

Das ist hart. Ziehen Sie als Comedian auch irgendwo eine Grenze?

Nicht bewusst. Die Grenze ist für mich dort, wo es meinem Publikum langweilig wird. Die Zuschauer wollen doch etwas spüren und mit nach Hause nehmen. Sicher bin ich härter als alle anderen. Ich frage bei jeder Show, ob mein Publikum es noch härter verträgt. Die Antwort lautet bislang immer Ja.

Im November besuchte Mario Barth Schwerin. Ist er für Sie ein Konkurrent?

Überhaupt nicht. Er hat in so großen Hallen gespielt, davon hat unsere Branche und damit auch ich profitiert. Ich habe ihm einmal eine Platinschallplatte überreicht.

Veräppeln Sie sich als Comedian auch mal gegenseitig oder gibt es da eine Schmerzgrenze?

Wenn beim Deutschen Comedypreis 50 Kollegen an einer Bar aufeinander treffen, dann wird es erst gewaltig lustig. Auf der Bühne nehmen wir davon eher Abstand.

Sie haben den Deutschen Comedypreis 2011 bekommen. Können Sie sich jetzt darauf ausruhen?

Nein, gar nicht, ich habe mit mehrwöchiger Unterbrechung zwei Jahre Tour vor mir. Der Preis ist für mich wie auch schon 1999 eine Anerkennung. Er zeigt mir, dass ich richtig liege. Und für viele in meinem Publikum gehöre ich schon zur Familie.

Wenn Sie so "zur Familie" gehören, dann werden Sie bestimmt auch häufig auf der Straße erkannt.

Das kommt wirklich häufig vor. Ich bin viel unterwegs, lasse mich inspirieren.

Wovon?

Ich sitze zum Teil zehn Stunden im Straßencafé und beobachte die Leute. Ich glaube, man nennt das auch Menschenliebe. Ich habe Lust auf mein Umfeld. Daraus entstehen die besten Ideen für mein Programm.

Sie haben zurzeit viele Auftritte. Wobei entspannen Sie sich?

Ich bin ein fanatischer Segler und Bücherwurm. Ich stelle grade fest, dass mein Hotelsofa mal wieder sehr gemütlich ist. Hier könnte ich auch gleich noch eine Stunde lesen.

Bevor Sie ganz entspannen. Beschreiben Sie mit drei Worten den Mann hinter Atze Schröder.

Der private Atze ist ruhiger, noch netter und sensibler.

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erstellt am 27.Dez.2011 | 09:39 Uhr

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