Rügen: Roland rast wieder

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18. März 2008, 03:17 Uhr

Göhren - Elf Wochen nach der Stilllegung des „Rasenden Roland“ auf der Insel Rügen ist am Dienstag der fahrplanmäßige Bahnbetrieb zwischen Göhren und Binz durch die sächsische Pressnitztalbahn wieder aufgenommen worden. Nach einer entsprechenden Probefahrt verkehre die Kleinbahn ab sofort wieder im Zwei-Stunden-Takt zwischen den Ostseebädern, sagte Bahnleiter Claudio Fischer.

Strecke von Spezialisten freigegeben
Zuvor hatten Spezialisten des Eisenbahnbundesamtes während einer Kontrollfahrt die 13 Kilometer lange Schmalspurtrasse inspiziert und anschließend für den Betrieb freigegeben. Wegen eines Rechtsstreits mit dem früheren Betreiber darf vorerst allerdings der Fuhrpark des „Rasenden Roland“ nicht genutzt werden. Die Pressnitztalbahn hatte daher in den vergangenen Tagen per Lkw eine Dampflok, eine Rangierlok sowie zehn Reise- und Packwagen von der Fichteltalbahn nach Rügen überführen lassen. Zudem müsse der Bahnbetrieb vorerst mit eigenem Personal aus Sachsen abgesichert werden, sagte Fischer.

Trassenrechte noch beim Alteigner?

Die Pressnitztalbahn hatte im Januar den Zuschlag für den Betrieb der Kleinbahn erhalten, nachdem das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Landkreis Rügen den Verkehrsvertrag mit dem aus Baden-Württemberg stammenden Betreiber gekündigt hatten. Der Alteigentümer soll jedoch noch über die Trassenrechte verfügen und Eigentümer des Fahrzeugparks und Gleisnetzes sein. Derzeit sei noch nicht absehbar, wann der „Rasende Roland“ wieder regulär auf dem gesamten Streckennetz bis Putbus fahren werde, sagte ein Ministeriumssprecher.

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