Rostocks Osthafen wird zum Leben erweckt

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24. April 2008, 07:59 Uhr

Rostock - Viele Jahre hat die Neugestaltung des Osthafens der Hansestadt auf sich warten lassen, gestern wurde offiziell der Startschuss für die umfassende Sanierung des Gewerbegebietes gegeben.
„Der seit 50 Jahren vernachlässigte Osthafen bekommt nun endlich die dringend benötigte moderne Infrastruktur“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling zum feierlichen symbolischen ersten Spatenstich.

Geplant sind neue Straßen, Geh- und Radwege, die Sanierung der Ver- und Entsorgungsleitungen. Hinzu kommen neue Straßenbeleuchtungen.

Projekt kostet rund 2,3 Millionen Euro
„Neben den zwei Millionen Euro Fördermitteln, die das Land Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung stellt, trägt die Hansestadt Rostock mit gut 300 000 Euro zur Projektfinanzierung bei“, so der Oberbürgermeister. Mit dieser Summe wird aus dem Osthafen künftig ein attraktiver Gewerbestandort, nicht nur für die alteingesessenen Firmen, sondern vor allem auch für Neuansiedlungen von Unternehmen. Derzeit haben mehr als 20 Betriebe ihre Produktionsstätten im Gewerbegebiet, mit rund 500 Beschäftigten.

„Ich bin mir sicher, dass in einigen Jahren 1000 oder sogar bis zu 2000 Menschen hier ihren Arbeitsplatz haben können“, sagt Axel Erdmann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Osthafen. Schon 2012 könnte neu erschlossene Areal voll besiedelt sein, hofft Erdmann.

Stadt hat sich bereits 1994 für Osthafen entschieden

Bis zum gestrigen Startschuss für die Neugestaltung des Osthafens sind viele Jahre ins Land gegangen. Zwar hatte sich die Hansestadt Rostock schon 1994 für das Gewerbegebiet entschieden, doch auf der Prioritätenliste rangierte das Projekt auf den hinteren Plätzen. „2005 haben wir den Osthafen unverrückbar auf Position drei gesetzt und an der Umsetzung gearbeitet“, so Methling. Die Vorbereitungen für das Erschließungsverfahren laufen bei der Stadtverwaltung, allerdings schon seit 2002. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Auftragnehmer für die Arbeiten ist die Strabag.

Uferpromenade verbindet Stadtteile
Mit der Verlängerung der bestehenden Uferpromenade samt Radweg entlang der Warnow wird die Altstadt mit dem östlichen Teil Rostocks verbunden. Läuft alles planmäßig, ist der Baustart der letzten Projektetappe für Anfang 2009 vorgesehen. Zur Jahresmitte soll sie freigegeben werden.

Schnelle Projektrealisierung erwartet
Axel Erdmann, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Osthafen (l.), Heinz Wessels von der Baufirma Strabag und Oberbürgermeister Roland Methling (r.) erwarten eine schnelle Projektrealisierung. Mehr als zwei Millionen Euro werden bis Mitte 2009 in die Neugestaltung des Osthafens investiert. Unter anderem wird das Straßennetz samt Parkplätzen erneuert. Projektabschluss ist dann die Weiterführung der Uferpromenade.

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