Rostocker Kreuzfahrthafen steuert Passagierrekord an

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20. April 2010, 05:50 Uhr

Warnemünde | Der Ostsee-Kreuzfahrthafen Warnemünde steuert 2010 einen neuen Passagierrekord an. Das Seebad wird von 33 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen angesteuert - und verbucht damit so viele Ankünfte wie kein anderer deutscher Ostseehafen. Mehr als 350 000 Seereisende werden erwartet. "Im Gegensatz zum Krisenjahr 2009, als sich die Reedereien auf der Kreuzfahrtmesse in Miami noch gegenseitig Mut gemacht haben, ist in diesem Jahr wieder eine Aufbruchstimmung zu spüren", sagt Christian Hardt von der Rostocker Hafenentwicklungsgesellschaft (Hero).

"Für internationale Kreuzfahrtreedereien ist das Seebad der beliebteste touristische Anlaufhafen in Deutschland", erklärt Hardt. Gründe seien die Nähe zu Berlin und das Angebot an Landausflügen. Wenn die amerikanischen Touristen Dampfeisenbahnen wie den Molli oder alte Seebäder wie Warnemünde und Heiligendamm sähen, seien sie begeistert. "Vor allem aber sind die Ostseekreuzfahrten Ausgangspunkt für ein Hauptstadt-Hopping, da ist die kurze Verbindung nach Berlin wichtig", sagte Hardt.

In Warnemünde startet die Saison am 5. Mai mit dem Erstanlauf der "Aidablu", dem 252 Meter langen Schiffsneubau der Rostocker Reederei Aida Cruises, und endet am 16. September. Acht Schiffe laufen in dieser Saison erstmals Warnemünde an. Dazu gehört die "Celebrity Eclipse" mit 315 Metern Länge. Es ist das größte Schiff, das jemals in der Hansestadt angelegt hat. An zwei Tagen werden vier Kreuzliner gleichzeitig festmachen, an weiteren vier Tagen liegen die Schiffe im Dreierpack im Hafen.

Nach Angaben Hardts bleibe die Zahl der Reedereien zwar unter 100, es werde aber kräftig in die Flotten investiert, für die ständig neue Fahrtgebiete gesucht würden. Warnemünde habe bereits für die Saison 2011 einen weiteren Partner für sich gewinnen können. Dafür investiere Rostock erneut in die Infrastruktur seiner Anlegeplätze. So sollen jetzt für 1,4 Millionen Euro Möglichkeiten geschaffen werden, dass Schiffe ihr Grauwasser entsorgen können, statt es auf offener See zu verklappen.

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