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23. November 2017 | 10:22 Uhr

Rostock: Bagger knackt Gasleitung

vom

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2010 | 08:08 Uhr

Rostock | Wegen eines Lecks in einer Gasleitung musste die Sankt-Petersburger-Straße in Rostock gestern stundenlang voll gesperrt werden. Auch die Straßenbahnen waren davon betroffen. Kurz nach 14 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf ein: Ein Baggerfahrer hatte bei Grünarbeiten am Schmarler Bach die Ein-Zoll-Erdgasleitung erwischt. "Die ist natürlich weggeknackt", sagt Einsatzleiter Burkhard Matysek von der Feuerwehr.

Das Gas strömte mit drei Bar Druck ungehindert aus, die ABC-Erkunder der Feuerwehrwachen im Überseehafen und in Stadtmitte rückten an. "Wir haben ringsherum die Gaskonzentration gemessen", sagt Matysek. Ergebnis: Vollsperrung im Umkreis von 30 Metern. Unter anderem musste auch eine in der Sperrzone gelegene Tankstelle geräumt werden.

Die Beseitigung des Lecks übernahmen unterdessen Spezialisten von den Stadtwerken. Unter Atemschutz legten sie die betroffene Stelle per Hand frei, um sie anschließend abzuklemmen oder eine Binde um das Leck zu legen.

Noch während der Arbeiten strömte immer weiter Gas aus, da die Leitung nicht einfach abgestellt werden konnte. "Eine Leitung wieder in Betrieb zu nehmen, ist sehr gefährlich", sagt Matysek. Grund: Jeder einzelne Anschluss müsste kontrolliert werden. Sonst könnte ein schon vorher angeschalteter Herd eine Explosion auslösen. "In den Neubauvierteln ist das unmöglich zu kontrollieren", sagt Matysek. Seine rund 40 Mann am Einsatzort wechselten sich an der Löschbereitschaft ab, solange das Leck noch nicht geschlossen war. "Man kann nie wissen", sagt der Einsatzleiter, "eine Stichflamme kriegt man schlecht aus."

Das letzte Gasleck in dieser Größenordnung liegt bereits mehrere Jahre zurück. Während des Baus der Straßenbahnwendeschleife in der Thomas-Morus-Straße hatte ebenfalls ein Baggerfahrer eine Leitung aufgerissen. Wie gestern ging der Vorfall damals glimpflich aus. Autofahrer, Fußgänger und Fahrradfahrer mussten dennoch ausweichen.

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