Riesenkäse für Bützows Schule - Klettergerüst erinnert an ein Stück Gouda

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13. August 2008, 07:58 Uhr

Bützow/Eickhof - Drei Meter breit und hoch ist er und hat viele große und kleine Löcher. Durch die können Kinder später hineinkriechen in das Innere des Käses. „Die kleineren Löcher sind zum Hochklettern“, erklärt Stefan Albrecht.

Der Bildhauer baut diesen Kletter-Käse für die neue Bützower Grundschule am Schlossplatz. In Albrechts Werkstatt in Eickhof sägt, schraubt und laminiert der Künstler seit drei Monaten. Das Gerüst besteht aus Eichenholz-Balken und wasserfestem Sperrholz.

Den Käse überzieht Stefan Albrecht mit einer Kunststoffschicht. Diesen Vorgang nennt man Laminieren. „Das mache ich in dieser Größenordnung zum ersten Mal, es ist ziemlich aufwändig“, erzählt der Bildhauer. Glasfaser-Matten verklebt er dazu mit dem Holz. Albrecht verspricht sich von der Kunststoffschicht, dass der Kletter-Käse dadurch länger hält.

Die Farbe für den Riesen-Gouda steht schon in der Werkstatt bereit, einen kräftigen Gelbton wählte Albrecht dafür aus – „wie Gouda“, sagt er. Noch ist der Käse weiß, auch die beiden Mäuse, die Albrecht als Clou des Ganzen auf die Spitze des Klettergerüstes postiert hat. Von dort gibt es übrigens auch eine Rutsche. Die Mäuse schnitt der Bildhauer aus Schaumstoff.

Figuren zu schaffen ist sein Metier, etliche stehen in der Werkstatt und im großen Garten des Anwesens. Unter anderem aus der Skulpturengruppe „David und Goliath oder die Kunst mit einer Hand zu klatschen“, die vor zwei Jahren einen Sommer lang in der Landeshauptstadt, ob ihrer Überlebensgröße, für viel Aufsehen sorgte.

Zu dem Käsebrocken für die Bützower Grundschule kommen außerdem noch eine überdimensional große, löchrige Käsescheibe und ein Messer hinzu. Die drei Teile sind künftig über ein Kletternetz verbunden.

Die Idee zu diesem Kletter-Käse stammt von Bützower Kindern, der Entwurf von der Schweriner Spielplatz-Designerin Anke Meixner. Für Stefan Albrecht ist es das zweite Mal, dass er einen Spielplatz in seiner Heimat baut. Der Bildhauer schafft Spielplätze und Figuren in „ganz Deutschland und halb Europa, auch in Japan habe ich schon gebaut“, erzählt der Familienvater. Der Spielplatz an der Schule in Warnow stammt auch aus seinen Händen.

Voraussichtlich Ende kommender Woche will Stefan Albrecht mit dem Aufbau am Schlossplatz beginnen. Dann wird der löchrige Riesenkäse auf einen Lkw verladen und von Eickhof nach Bützow transportiert.

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