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23. November 2017 | 08:33 Uhr

Richtig versichert ins Berufsleben

vom

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2010 | 05:36 Uhr

Mit dem Einstieg in die Ausbildung werden nicht nur für die Berufslaufbahn wichtige Weichen gestellt. Auch für die Absicherung der Berufsanfänger beginnt mit dem ersten Ausbildungstag ein völlig neues Kapitel.

Sehr wichtig ist eine Krankenversicherung. Auszubildende sind bei einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Sie können sich jedoch den Anbieter frei wählen. Neben der Krankenversicherung ist die Privathaftpflichtversicherung die wichtigste Police. Meist sind Azubis noch über die Eltern haftpflichtversichert, so sie eine solche Police haben. Bei Heirat oder Beendigung des Studiums bzw. der Ausbildung endet auch der kostenlose Schutz durch die Eltern. Dann ist ein eigener Vertrag notwendig.

Sehr sinnvoll ist außerdem eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie sollte so frühzeitig wie möglich abgeschlossen werden, denn schon bei geringen gesundheitlichen Problemen bekommt man später vielleicht keinen Vertrag mehr.

Wer während der Ausbildung oder des Studiums bei den Eltern wohnt oder auswärts nur vorübergehend ein Zimmer gemietet hat, für den ist das Hab und Gut durch die Haus¬ratversicherung der Eltern geschützt. Der Schutz entfällt bei dauerhaftem Auszug - egal ob in ein Studentenheim, in eine WG, eine Mietwohnung oder ein eigenes Appartement umgezogen wird. Für den dann angeschafften eigenen Hausrat ist der Abschluss einer eigenen Hausratversicherung zu überlegen.

Berufsunfälle sind durch den Arbeitgeber abgesichert. Wer private Unfälle absichern möchte, sollte über den Abschluss einer privaten Unfallversicherung nachdenken. Nur sie deckt auch den Bereich der Freizeit und andere Lebensbereiche ab, rund um die Uhr und weltweit.

Sehr wichtig ist die Auslandsreisekrankenversicherung. Sie wird gebraucht für den Schüleraustausch, als Au-pair, für das Auslandssemester und für die Urlaubsreise ins Ausland. Die gesetzlichen Kassen zahlen je nach Land gar nicht oder oft nur einen geringen Teil der Behandlungskosten. Die private Auslandsreisekrankenversicherung übernimmt sie dagegen vollständig. Wenn ein Rücktransport notwendig wird, werden auch diese Kosten übernommen. Die gesetzlichen Krankenkassen kommen dafür in keinem Fall auf.

Die Notwendigkeit, schon in jungen Jahren mit dem Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge zu beginnen, ist unumstritten. Azubis können zum Beispiel für die sogenannte "Riester-Rente" ansparen. Der Staat zahlt ihnen Zuschüsse für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge, wenn sie eigene Sparleistungen erbringen. Jugendliche, die erstmals einen Riester-Vertrag abschließen, erhalten einen einmaligen Bonus von 200 Euro zu ihrer staatlichen Zulage dazu. Ein Sparer muss dafür unmittelbar förderberechtigt sein und darf am 1. Januar des Jahres, in dem er den Vertrag abschließt, seinen 25. Geburtstag noch nicht gefeiert haben.

Über eine Kaskoversicherung sollte nachdenken, wer ein Auto besitzt. Während für einen funkelnagelneuen Wagen oder ein neues Motorrad eine Vollkaskoversicherung empfehlenswert ist, die für alle Unfallschäden am Gefährt aufkommt - auch mutwillige Beschädigung durch Fremde ist abgedeckt - reicht für ein älteres Fahrzeug die Teilkasko aus. Sie finanziert Ersatz, wenn das Auto oder das Motorrad gestohlen oder zum Beispiel durch Feuer, Blitzschlag, Sturm, Hagel, Explosion oder einen Zusammenstoß mit Haarwild (z.B. Fuchs, Reh, Hirsch) beschädigt wird.

Einen Überblick über alle Versicherungen, die für Auszubildende von Bedeutung sind, gibt die kostenlose Broschüre " Jetzt gehts los - Tipps und Infos für Schulabgänger" von Zukunft klipp+klar , dem Informationszentrum der deutschen Versicherer. Die Publikation kann angefordert werden unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/ 7424375 oder über das Internet.www.klipp-und-klar.de.

Anfragen zum Versicherungsschutz werden am kostenlosen Service-Telefon des Informationszentrums der deutschen Versicherer unter 0800/33 99 399 beantwortet.

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