Enkeltrickbetrug : Rentnerin um 14.000 Euro betrogen

Nach der Pleite des Netzanbieters Netart und der Absage der Wemacom ist die Gemeinde nun ohne Telefon und Internet

Nach der Pleite des Netzanbieters Netart und der Absage der Wemacom ist die Gemeinde nun ohne Telefon und Internet

Eine 78-jährige Frau ist am Dienstag in Schwerin Opfer eines Enkeltrickbe- truges geworden. Die Täter erschwin- delten einen Geldbetrag von 14.000 Euro. Die Polizei warnt vor solchen Betrügern.

von
24. November 2010, 08:44 Uhr

Nordwestmecklenburg | Eine 78-jährige Frau ist am Dienstag in Schwerin Opfer eines so genannten Enkeltrickbetruges geworden. Die unbekannten Täter erschwindelten einen Geldbetrag von 14 000 Euro. Die Polizei schließt nicht aus, dass die noch unbekannten Betrüger weiterhin mit dieser Masche in Schwerin und Westmecklenburg unterwegs sind.

Betrüger arbeiten mindestens zu zweit

Die Seniorin wurde am Vormittag von einer unbekannten Frau angerufen, die sich als nahe Verwandte ausgab. Die Anruferin forderte von der 78-Jährigen Bargeld für den vermeintlichen Umbau ihres Hauses. Zweifel kamen bei der Rentnerin offenbar nicht auf. Sie ging am Nachmittag zu ihrer Hausbank und hob insgesamt 14 000 Euro Bargeld von ihrem Konto ab. Das Geld übergab sie wenig später einem unbekannten Mann der, wie am Telefon vereinbart, als Geldbote bei ihr an der Haustür klingelte. Der Schwindel wurde erst am Abend bemerkt, als es zu einem Gespräch mit den tatsächlichen Verwandten kam.

Falsche Verwandte mit Rückruf enttarnen

Die Polizei rät nach wie vor, Fremden niemals Bargeld zu übergeben. Nur so kann man sich zuverlässig vor möglichen Schäden schützen. Darüber hinaus bringt ein sofortiger Rückruf bei den tatsächlichen Verwandten umgehend Klarheit. Dass heißt, der Schwindel wird rechtzeitig bemerkt noch bevor ein Schaden eintreten kann.

Die Polizei hatte bereits am Montag vor Enkeltrickbetrügern im Raum Schwerin gewarnt. Bis zum Dienstagnachmittag wurden der Polizei fünf derartige Delikte mitgeteilt. Zu Geldübergaben kam es in den anderen Fällen jedoch nicht, da die angerufenen Senioren den Schwindel bemerkten und nicht auf die Forderungen der Betrüger eingingen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen