Ludwigslust: Ab 1.12 beginnen die Vorschuluntersuchungen : Reif für die Schule? Test startet im Kreis

Die neue Schulärztin Marietta Mennicke während einer VorschuluntersuchungLandkreis Ludwigslust
Die neue Schulärztin Marietta Mennicke während einer VorschuluntersuchungLandkreis Ludwigslust

Jetzt kommt sie wieder: die Anmeldung der zukünftigen Erstklässler an ihrer Schule. Doch manche Eltern zweifeln. Ist das Kind so weit? Kann es im neuen Leben bestehen?

von
15. November 2010, 11:58 Uhr

"Der Anteil von Kindern, die mutmaßlich Frühförderbedarf haben, ist erfahrungsgemäß gleichbleibend", sagt Dr. Ute Greitens, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit. Die Anzahl der zu untersuchenden Kinder liege etwa zwischen 1100 und 1200 im Landkreis Ludwigslust, fügt sie außerdem an.

Auch wenn es noch einige Monate dauert, sollten sich Eltern und Kinder schon in diesen Novembertagen auf das Schuljahr 2011/2012 vorbereiten. Denn die Grundschulen laden alle Kinder, die zwischen dem 1. Juli 2004 und dem 30. Juni 2005 geboren sind, zur Schulanmeldung ein. Ebenso die im letzten Jahr zurückgestellten Kinder und die sogenannten "Kannkinder", also die zwischen dem 1. Juli und 31. Dezember 2005 geborenen, falls die Eltern eine Einschulung wünschen. Doch damit nicht genug: In den Wochen danach erhalten die Familien der angemeldeten Kinder auch noch Einladungen zu den schulischen und jugendärztlichen Einschulungsuntersuchungen. Diese werden am 1. Dezember beginnen und an der, für den Wohnort der Familie zuständigen Grundschule durchgeführt.

Zusammen mit dem Untersuchungstermin geht den Eltern ein Fragebogen zu. Die Fragen betreffen die bisherige Entwicklung des Kindes und können auf freiwilliger Basis beantwortet werden. Den ausgefüllten Fragebogen, den Impfpass, das gelbe Vorsorgeheft und - soweit vorhanden - Kopien von Arztberichten, Klinikentlassungsbriefen, sonstigen Beurteilungen des Kindes wie Kinderzentrum, Logopäde, Ergotherapeut oder Frühförderung müssen zur Untersuchung mitgebracht werden. All dieses dient, zusammen mit dem Untersuchungsergebnis, als Grundlage für das abschließende Beratungsgespräch mit Schulärztin oder Schularzt. Sollten noch Impfungen sinnvoll sein, erhalten die Kinder eine Empfehlung. Und: Die Untersuchungen finden immer in Anwesenheit der elterlichen Bezugsperson statt.

Die Ergebnisse der Untersuchung sowie die Informationen seitens der Eltern fließen in eine Gesamtbeurteilung ein, die mit den Eltern ausführlich besprochen wird.

Wenn erforderlich, erfolgen Hinweise zu möglichen Fördermaßnahmen, die Sprache oder Motorik betreffend.

Die Entscheidung, wie die Schullaufbahn des Kindes beginnt, trifft die Schulleitung in eigener Verantwortung unter der Berücksichtigung der schulischen und ärztlichen Untersuchung. Im Normalfall erfolgt eine reguläre Aufnahme eines Kindes in die Grundschule.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen