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Oldenburg mahnt die Rückkehr zur Sacharbeit an : Rehna: Sacharbeit statt Machtkämpfe

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Nach dem kommunalpolitischen turbulenten Jahr 2010 will die Stadt Rehna sich wieder verstärkt der Sacharbeit zuwenden. Das kündigte Bürgermeister Oldenburg auf dem Neujahrsempfang an.

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erstellt am 17.Jan.2011 | 10:56 Uhr

"Ich bin zuversichtlich, dass wir uns in diesem Jahr wieder gemeinsam mit den anstehenden Sachthemen beschäftigen werden, so wie wir es in den letzten 19 Jahren mit Erfolg getan haben", sagte Oldenburg. Indirekte Seitenhiebe gegen Kritiker konnte sich das Stadtoberhaupt nicht verkneifen: "Wir wurden von unseren Bürgerinnen und Bürger gewählt, um Rehna weiter nach vorne zu bringen und nicht um interne Machtkämpfe über verlorene Wahlen auszutragen." Darüber hinaus übte sich Oldenburg in der Disziplin Medienschelte. So hätten u. a. negative Schlagzeilen Zweifel am Sinn der ehrenamtlichen Tätigkeit aufkommen lassen.

Immerhin: Es gab auch Höhepunkte im Jahr 2010, wie die Fertigstellung der Rehnaer Sportanlage am Benziner Weg. Dafür hatte die Stadt aus dem Konjunkturpaket II 331 500 Euro erhalten. Die gesamten Baukosten beliefen sich auf 411 000 Euro. Für den teilweisen Rückbau und Umbau der Tribüne bekam Rehna einen zusätzlichen Fördermittelbescheid in Höhe von 80 200 Euro vom Land. Dieses Geld habe Oldenburgs Stellvertreter Michael Drechsler eingeworben. Als weitere positive Ereignisse wertete das Stadtoberhaupt beispielsweise die Fertigstellung der Diakonie-Kita "Am Klostergarten" in der Mühlenstraße sowie des Baugebiets An der Radegast. Die ersten vier Einfamilienhäuser seien dort entstanden und zum Teil bezogen. Weitere Grundstücke könnten nach dem Abriss eines Wohnblocks nun auch in Brützkow erschlossen werden.

Rückblickend auf das Jahr 2010 hob Oldenburg auch das Engagement der Rehnaer Vereine hervor. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder seien diejenigen, die das Vereinsleben aufrecht erhalten und dafür unentgeltlich ihre Freizeit opfern würden. Gleiches gilt für die Freiwillige Feuerwehr. "Ich möchte nicht die Stunden zählen, die unsere Feuerwehr mit mehr als 60 Einsätzen im Jahr 2010 geleistet hat - und alles zum Wohle und Schutz unserer Bevölkerung", so Oldenburg. Neben Vertretern aus Kommunalpolitik, Wirtschaft, Kirche und Vereinen war auch Landrätin Birgit Hesse (SPD) der Einladung nach Rehna gefolgt. Auch aus ihrer Sicht sei das Jahr 2010 erfolgreich verlaufen. "Das Konjunkturpaket II war sicherlich für uns alle, aber insbesondere für die Gemeinden ein absoluter Höhepunkt. Hier im Amtsbereich Rehna waren es insgesamt 900 000 Euro, die investiert werden konnten", bilanzierte Hesse. Es seien Maßnahmen gewesen, die ohne des Konjunkturpakets nicht möglich gewesen wären. Das Geld sei dahin gekommen, wo es gebraucht werde: bei den Kindern und Jugendlichen. "Das sind echte Investitionen in die Zukunft", meinte Hesse. In ihrer Rede nahm die Landrätin auch Bezug auf das Thema Kreisumlage: "Wir werden als Verwaltung dem Kreistag vorschlagen, die Umlage nicht zu erhöhen." Kommunen müssten demnach in diesem Jahr 4,5 Millionen Euro weniger an den Landkreis zahlen.

Für die kulturelle Gestaltung des Abends sorgten Mitglieder des Platt dütschen Vereins to Rehna. Sie gaben Texte von Reuter, Tarnow und Stillfried zum besten und hatten dabei die Lacher auf ihrer Seite.

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