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14. Mai 2008, 07:54 Uhr

Dieter Kollark, Leichtathletik-Trainer: „Das sind alte Kamellen. Ich bin der einzige nicht-belastete Ost-Trainer, deshalb versucht man, an meinem Stuhl zu sägen. Alle meine Sportler sind von der Staatsanwaltschaft verhört worden, und keiner hat gesagt, dass sie Dopingmittel von mir bekommen haben. Aber es hat wohl keinen Leichtathletik- Spitzentrainer in Ost und West gegeben, der vor der Wende nicht mit Dopingmitteln in Berührung
gekommen ist.“

Eberhard Vollmer, Mitarbeiter der Pressestelle des Deutschen Leichtathletik-
Verbandes:

„Dass Dieter Kollark IM der Stasi war, ist uns seit Jahren bekannt. Da er aber kein Verbandstrainer, sondern nur auf Honorarbasis Trainer von einzelnen Athleten ist, steht denen völlig frei, wen sie sich als Coach nehmen. Bei Großereignissen wie EM und WM war Kollark stets mit, da seine Athletinnen großen Wert darauf legten. Auch bei den vergangenen drei Olympischen Spielen betreute er seine Athletinnen vor Ort, aber das war und
ist eine Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes.“

Franka Dietzsch, von Dieter Kollark betreute Diskus-Weltmeisterin vom SC Neubrandenburg (derzeit in Portugal im Trainingslager), im Gespräch am 16. April 2008:
„In Kürze werden bestimmt wieder Stasi- und Dopinggeschichten auftauchen. Dann wird auch mein Trainer wieder Mode sein, das weiß ich jetzt schon. Denn das war zuletzt pünktlich alle vier Jahre so – immer kurz vor Olympia“

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