Rasender Roland schnauft wieder

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27. April 2008, 06:09 Uhr

Putbus - Rügens Rasender Roland schnauft ab Samstag wieder auf dem kompletten Schmalspurnetz zwischen Göhren und Putbus. Mit dem Einsatz eines zweiten Zuges werde nun wieder im Zweistundentakt auf der 24 Kilometer langen Schienenstrecke bis Putbus gefahren, sagte der Geschäftsführer der sächsischen Pressnitztalbahn, Kay Kreisel, am Freitag in Putbus. Lediglich die kurze Strecke zum Hafen Lauterbach werde nicht mehr bedient. Bereits vor fünf Wochen war der Bahnbetrieb entlang der Bäderküste bis Binz wieder aufgenommen worden.

Die Pressnitztalbahn hatte zu Jahresbeginn die beliebte Kleinbahn übernommen. Wegen des noch nicht beigelegten Rechtsstreits mit dem Alteigentümer um die Übertragung der Konzession für die Infrastruktur müssen die Original-Loks und Wagen des Rasenden Rolands weiterhin im Depot bleiben. Zum Einsatz kommen derzeit Fahrzeuge der Pressnitztal- und der Fichtelbergbahn. Sie waren im März mit Tiefladern nach Rügen gebracht worden.

„Wir hoffen, dass der komplette Betriebsübergang zum 1. Juni vollzogen werden kann“, sagte Kreisel. Dann dürften auch wieder Lokführer und Zugbegleiter der Rügenschen Kleinbahn eingesetzt werden.

Unterdessen hat der neue Betreiber mit der Instandsetzung der ersten Lokomotiven des Rasenden Rolands begonnen. Am Freitag wurde mit einem Schwerlasttransporter eine mehr als 550 PS starke Dampflok zur Reparatur nach Oberwiesenthal überführt. Bereits einen Tag zuvor war eine erste Lok zurück nach Rügen gebracht worden. An dem bis 30 Stundenkilometer schnellen Dampfross wurden in Jöhstadt unter anderem Spurkränze und Steuerungen erneuert

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