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19. September 2017 | 13:49 Uhr

Rasen mähen und Teich abdecken

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svz.de von
erstellt am 14.Okt.2010 | 07:42 Uhr

Nicht nur frostempfindliche Kübelpflanzen wie Geranien, Fuchsien oder Oleander müssen vor dem ersten Frost ins Winterquartier. Auch Zwiebel- und Knollengewächse wie Dahlien, Knollenbegonien oder Gladiolen vertragen keine Minusgrade. Sie werden jetzt ausgegraben. "Am besten lässt man die Pflanzen an einem trockenen Ort im Freien nachreifen. Dann werden Wurzeln und Erde, Triebe und Blätter entfernt und die Knollen oder Zwiebeln kommen in ein trockenes, kühles Winterlager", erläutert Michael Legrand vom Zentralverband Gartenbau in Bonn.

Dann wird der Garten inspiziert: Sind einjährige Sommerblumen von Krankheiten befallen? Hat der Sternrußtau die Rosen fest im Griff? Schwächt die Miniermotte die Kastanie? Hängen am kahlen Apfelbaum noch Mumienfrüchte? "Pflanzenteile, die von Pilzen, Schädlingen oder Krankheiten befallen sind, sollten aus dem Garten beseitigt werden", rät Legrand. Obstgehölze, vor allem Apfelbäume, werden mit Leimringen vor Frostspannerweibchen und Blutläusen geschützt.

Über den Gartenteich kommt ein feinmaschiges Netz. So kann weder Laub noch Grünmaterial hineinfallen. Auch auf dem Rasen und auf den Wegen hat abgefallenes Laub nichts zu suchen. Unter Gehölzen oder auf den Beeten darf es jedoch liegen bleiben. Diese Decke sorgt dafür, dass die Nährstoffe nicht aus dem Erdreich ausgewaschen werden.Der Boden wird am besten in Ruhe gelassen - auch im Gemüsebeet.

Wer jetzt umgräbt, zerstört den natürlichen Aufbau, transportiert sauerstoffreiche Erde nach unten und sorgt dafür, dass Asseln, Würmer und Bakterien absterben. Zur Not kann dort, wo sich Unkraut breitmacht, oberflächlich mit dem Sauzahn oder Grubber gelockert werden.

Beim Gehölzschnitt behutsam vorgehen

Laub und abgestorbene Pflanzenteile machen sich auch gut als Mulch. Manche frostempfindliche Pflanze wie größere Malven, Gunnera oder Crocosmia sind dankbar für einen solchen Schutz. Das gilt auch für Rosmarin oder japanische Anemonen. Mit Reisig beschwert, wird das schützende Laub nicht weggeweht. Ein weißer Anstrich oder ein Pappmantel um den Stamm von Obstbäumen verhindert, dass die Rinde platzt oder reißt. Das ist besonders bei wärmeliebenden Bäumen wie dem Pfirsich wichtig. Bei Strauchrosen ist die Veredelungsstelle am Kronenansatz besonders empfindlich. Ihr Kronenbereich wird mit Stroh umwickelt. Da rüber kommt ein Jutesack. Stauden sollten nicht im Herbst, sondern erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden: Die alten Blätter und Stängel schützen den unterirdischen Teil der Pflanze. Zudem werden vom Raureif überzogene Staudenreste im Winter zum bizarren Blickfang. Und die letzten Samen werden gerne von hungrigen Vögeln gepickt. Nützlinge finden Unterschlupf in den Stängeln. Bei Pampasgras, Fackellilie und Palmlilie wird der Blattschopf im oberen Drittel zusammengebunden.

Der Rasen wird gekürzt, solange er noch wächst

Auch beim Gehölzschnitt ist Vorsicht geboten, vor allem bei jungen Gewächsen: "Wenn eine Pflanze im Herbst stark zurückgeschnitten wird, kann der Frost tief in sie eindringen und große Schäden verursachen", erklärt Thomas Kleinworth vom Landesverband Schleswig-Holstein der Gartenfreunde. Der Rasen hingegen muss geschnitten werden, solange er wächst. Dabei sollten die Halme nach dem letzten Schnitt nicht länger als vier bis fünf Zentimeter sein. Auch Vertikutieren ist im Herbst noch mal ratsam, damit alles Moos beseitigt wird. Anschließend kommt Kalk auf die grüne Fläche. Dieser wird durch späteren Regen und Schnee nach und nach ins Erdreich gebracht.

Sind die lebenden Teile des Gartens versorgt, geht es an die Geräte: Hacke, Rasenmäher und Grill werden gesäubert und weggeräumt, ebenso die Gartenmöbel. Außerdem sollten Schaufel, Besen, Schneeschippe und Splitt oder Sand für den Winter griffbereit sein.Laub und Abfälle müssen aus den Regenrinnen, Gullys und vom Dach entfernt werden. Wenn sie Abflüsse verstopfen, kommt es schnell zum Wassereinbruch. Anschließend wird gesichert, was einfrieren kann.

Aus Leitungen, Schläuchen, Gießkannen, Tonnen und Springbrunnen wird das Wasser entfernt und die Außenanschlüsse abgedreht. Pflanzenschutzmittel oder Farbreste überwintern an einem frostsicheren Ort - ebenso wie die Pumpe des Springbrunnens. Den Fischen im Teich sichert ein sogenannter Eisfreihalter das Überleben.

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