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18. Dezember 2017 | 12:07 Uhr

Randale während der Jugendbetreuung

vom

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erstellt am 28.Mai.2010 | 07:03 Uhr

Berge | Die Vorkommnisse im Berger Jugendclub im März scheinen aus polizeilicher Sicht aufgeklärt. Das jedenfalls erfuhr der "Prignitzer" gestern auf Nachfrage von Berges Bürgermeister Werner Eckel. Damals sollen in dem Club, den sich junge Leute in den 90er Jahren im ehemaligen Heizhaus der Gaststätte eingerichtet, und den die nächste Generation um das Jahr 2000 herum übernommen und weiter ausgestalte hatte, Lautsprecherboxen demoliert und ausgebaut worden seien. Ein Autoradio aus einer selbst gebauten Box wird seitdem vermisst. Der Vorfall hat zu ernsten Konsequenzen für Jugendbetreuung geführt, denn die Schlösser im Jugendclub wurden von den etwas älteren jungen Leuten gewechselt, sie erstatteten Anzeige bei der Polizei. Seit dem stehen die Betreuer von der SAL Putlitz (Soziales Arbeiten und Lernen), die sich um die 13- bis 15-Jährigen in Berge kümmern, vor verschlossenen Türen, haben keinen Raum mehr für die Jugendarbeit.

SAL-Geschäftsführerin Kerstin Bormann wies die Vorwürfe entschieden zurück, dass die 13- bis 15-Jährigen unter den Augen der SAL-Betreuer im Jugendclub randaliert hätten. Doch genau das hätten die Ermittlungen der Polizei ergeben, erklärte Eckel gestern. "Alle hätten in ihren Aussagen übereinstimmend gesagt, dass es während der Betreuungszeit der SAL-GmbH passiert ist. Damit bestätigt sich, was ich schon vorher von Jugendlichen gehört hatte, die dabei waren", erklärt Eckel. Nun habe er eine Argumentation in der Hand, um mit SAL über die weitere Jugendarbeit in Berge zu sprechen.

Aus Eckels Sicht werde es aber darauf hinauslaufen, dass für die SAL-Betreuung ein neuer Raum zur Verfügung gestellt wird, (der "Prignitzer" berichtete darüber bereits am 19. Mai). Einen solchen Raum zu finden, sei nicht das Problem, macht Berges Bürgermeister deutlich. Allerdings fehle dem dann jegliche Ausstattung für die Beschäftigung dieser Altersgruppe. Am kommenden Montag müsse deshalb in der Gemeindevertretersitzung darüber diskutiert werden, ob "wir dafür investieren wollen", so Eckel.

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