Rahn und Menga müssen gehen

Fall Christian RahnDer 29-Jährige sprach kürzlich selbst von der schlechtesten Halbserie seiner Karriere. Die wurde ihm jetzt zum Verhängnis. Trotz eines laufenden Vertrages bis zum Sommer 2010 spielt er in den Planungen von Hansa-Trainer Dieter Eilts keine Rolle mehr. Inside-Picture
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Fall Christian RahnDer 29-Jährige sprach kürzlich selbst von der schlechtesten Halbserie seiner Karriere. Die wurde ihm jetzt zum Verhängnis. Trotz eines laufenden Vertrages bis zum Sommer 2010 spielt er in den Planungen von Hansa-Trainer Dieter Eilts keine Rolle mehr. Inside-Picture

Hansa Rostock setzt die Reduzierung des Kaders fort. Der Fußball-Zweitligist gab Christian Rahn und Addy-Waku Menga den Laufpass. Zudem bat Zafer Yelen um die Freigabe für einen Wechsel. Unter der Voraussetzung, dass die Ablösesumme stimmt, entspricht der Verein dem Wunsch des 22-Jährigen.

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17. Dezember 2008, 03:31 Uhr

Rostock | Nach Angreifer Djordjije Cetkovic und Abwehrmann Dexter Langen (wir berichteten) müssen zwei weitere Akteure den Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock verlassen. Mittelfeldspieler Christian Rahn und Angreifer Addy-Waku Menga wurde gestern mitgeteilt, dass der Verein nicht mehr mit ihnen plant. Zudem erhielt Zafer Yelen von den Ostseestädtern ebenfalls die Freigabe, sofern ein Club bereit ist, eine entsprechende Ablösesumme (geschätzte 500 000 Euro) zu zahlen. "Wenn ein Spieler gehen will und das im Hinterkopf hat, ist er nicht hundertprozentig bei der Sache. Daher ist es dann besser, wenn man getrennte Wege geht", erklärte Rostocks Manager Herbert Maronn.

Galatasaray Istanbul und Freiburg mit Interesse an YelenBereits im Sommer wollte Yelen zu Trabzonspor in die Türkei wechseln. Jedoch platzte der Deal in letzter Minute. "Zafer konnte sich nicht mit dem Verein einigen", so Maronn. Nun könnte es im zweiten Anlauf klappen. Allerdings zeigen auch Galatasaray Istanbul sowie Hansas Ligakonkurrent SC Freiburg Interesse an einer Verpflichtung des 22-Jährigen. "Ich werde jetzt mit meinem Berater sprechen und bin optimistisch, dass ich einen neuen Verein finde", so Zafer Yelen. Sollte ein Wechsel erneut nicht zu Stande kommen, könnte der Mittelfeldmann im Gegensatz zu Rahn, Menga, Cetkovic und Langen jedoch in den Profikader der Hansestädter zurückkehren.

Obwohl Christian Rahn mit seinem Rauswurf rechnete ("Ich wusste es nicht von offizieller Seite, aber es hatte sich so angedeutet."), kann er die Entscheidung nicht nachvollziehen. "Ich habe mich immer korrekt verhalten und versucht, der Mannschaft viel zu geben. Aber sicherlich habe ich mir diese Situation mit schlechten Leistungen in der Hinrunde selbst eingebrockt. Es ist schon komisch, wenn man vom Gelände fährt und keinen neuen Verein hat", so der ehemalige deutsche Nationalspieler. Für Trainer Dieter Eilts gaben ausschließlich sportliche Gründe den Ausschlag. "Es waren keine einfachen Gespräche. Aber so etwas gehört nun einmal dazu. Wichtig ist, dass man fair, offen und ehrlich miteinander umgeht. Wir haben uns jede Position angeschaut und überlegt, was für die Mannschaft am besten ist", sagte der 44-Jährige. Nach den Rauswürfen umfasst der Kader der Rostocker aktuell 22 Spieler (plus Zafer Yelen). Weiterhin zum Team gehört auch der zuletzt suspendierte brasilianische Innenverteidiger Gledson, der offenbar eine zweite Chance erhält.

Manager Maronn stellt Verstärkungen in AussichtOb weitere Kicker den Verein verlassen müssen, wollte Herbert Maronn nicht ausschließen. "Wir haben jetzt erst einmal mit diesen fünf Spielern gesprochen. Aber die Transfer-

periode geht bis zum 31. Januar. Da kann noch eine Menge passieren", versucht der Manager den Druck auf das eigene Personal hochzuhalten. Zudem stellte er Verstärkungen in Aussicht: "Wir haben uns unsere Gedanken gemacht. Aber zu Positionen und Namen werde ich jetzt nichts sagen."

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